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Freitag, 09.01.2026
DAX schaltet einen Gang runter – doppelter Belastungstest voraus
Dem DAX steht am Nachmittag ein doppelter Belastungstest ins Haus: ein mögliches Urteil des Obersten Gerichts zu den reziproken Zöllen von US-Präsident Trump sowie US-Jobdaten, die eng mit Zinshoffnungen verknüpft sind. Die Rekord-Rally im DAX hat aus Respekt vor diesen Ereignissen an Schwung verloren. Nachdem seit Jahresanfang eilig Positionen aufgebaut wurden, wollen Anleger jetzt zunächst eine klare Bestätigung sehen.
Sweet Spot bei den US-Jobdaten
Die Börsen dürften dazu tendieren, zu schwache US-Arbeitsmarktdaten auf Spätfolgen der Haushaltssperre zurückzuführen, während zu starke Daten die Zinshoffnungen dämpfen würden. Der Sweet Spot liegt bei den Stellenschaffungen irgendwo in der Mitte. Die Arbeitsmarktdaten der letzten beiden Tage deuten auf nichts hin, worüber man sich wirklich Sorgen machen müsste. Eine Überraschung ist bei diesen wichtigen Daten aber nie auszuschließen. Schon die erwartbare kurzfristige Volatilität motiviert einige Anleger, zunächst abzuwarten.
Politischer Showdown in Washington
Heute könnte es zu einem politischen Showdown in Washington kommen. Das Oberste Gericht könnte um 16 Uhr ein Urteil über Trumps reziproke Zölle verkünden. Hunderte Unternehmen warten gebannt darauf, ob sie noch eine Chance haben, bereits gezahlte Zölle auf dem Rechtsweg zurückzufordern. Für den Aktienmarkt wäre es kurzfristig ein positives Signal, wenn das Gericht die Zölle kippt. Anleger versprechen sich davon höhere Gewinnspannen der Unternehmen und geringere Belastungen für Konsumenten. Mittelfristig dürfte die Unsicherheit bei den Zöllen jedoch wieder zunehmen, weil die US-Regierung versuchen würde, die Zölle auf anderen Wegen erneut zu aktivieren.
Sorgenvoller Blick auf den Iran
Die Energiemärkte blicken sorgenvoll auf die Proteste im Iran und darauf, wie die Führung in Teheran damit umgehen wird. Der Iran ist trotz aller Sanktionen ein wichtiger Ölproduzent, und Instabilität dort könnte auch die Ölproduktion im Mittleren Osten gefährden. Selbst wenn der Iran als Exporteur wegfiele, wäre wegen einer weltweiten Ölschwemme kein unmittelbarer Versorgungsengpass zu erwarten. Die Proteste und ihre möglichen Folgen sind aber zu bedeutend, um am Ölmarkt ignoriert zu werden. Der Anstieg des Ölpreises bremst daher die Rally im DAX.
Jochen Stanzl ist der neue Chefmarktanalyst der Consorsbank.
Zuvor war er zehn Jahre lang bei einem Broker in Frankfurt tätig und ist Mitgründer der stock3 AG, deren Aufsichtsratsmitglied er bis heute ist. Für die Kunden der Consorsbank teilt er ab sofort seine Börsenerfahrung von fast einem Viertel Jahrhundert.
Rechtliche Hinweise
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Sitz: Nürnberg HRB Nürnberg 31129 USt-IdNr. DE191528929 BIC: CSDBDE71 | BLZ: 760 300 80
Gold bleibt einer der faszinierendsten Rohstoffe für Anleger – und das aus guten Gründen. Weltweit setzen Zentralbanken ihre Käufe fort und sorgen damit für eine robuste und verlässliche Nachfrage. Allein im Oktober 2025 stiegen die Bestände laut World Gold Council um 53 Tonnen – der stärkste monatliche Zuwachs 2025. Diese Käufe sind ein starkes Signal: Große institutionelle Investoren sehen Gold weiterhin als wichtigen Baustein der Risikosicherung.
Geopolitische Risiken und wirtschaftliche Unsicherheit
Konflikte, Handelsstreitigkeiten und geopolitische Spannungen bestimmen regelmäßig die Schlagzeilen. In solchen Zeiten steigt das Bedürfnis nach Stabilität – und Gold gilt traditionell als wertstabil. In den vergangenen Monaten war zu beobachten, dass Anleger auch dann in Gold investierten, wenn die Aktienmärkte stiegen. Anleger möchten also in Aktien investieren, aber nicht, ohne auch etwas Gold als Absicherung zu besitzen. Hinzu kommt: Ein schwacher US-Dollar macht Gold für internationale Investoren noch attraktiver, da das Edelmetall in Dollar gehandelt wird.
Politische Risiken und die Rolle der Fed
Ein weiterer Faktor: die US-Notenbank Fed. Zweifel an der Unabhängigkeit der Federal Reserve und Spekulationen über mögliche Zinssenkungen erhöhen die Attraktivität von Gold. Niedrigere Zinsen bedeuten günstigere Kredite und mehr Liquidität – ein Umfeld, in dem Gold traditionell gefragt ist. Sollte die Fed unter neuer Führung eine expansivere Geldpolitik verfolgen, könnte das den Goldpreis zusätzlich stützen.
Gold fördern wird teurer
Auch die Angebotsseite spielt eine Rolle. Die Goldminenproduktion steht vor Herausforderungen. Strengere Umweltauflagen und steigende Kosten könnten die Fördermengen begrenzen. Das kann die Investition in Goldminen schwierig gestalten. Vorsichtige Anleger weichen dem Risiko schwieriger Goldminenproduktion aus und investieren direkt in Gold. Generell gilt aber: Stagnierendes Angebot bei hoher Nachfrage könnte für stabile bis steigende Goldpreise sprechen.
Ausblick: Wohin geht die Reise?
Wie sich der Goldpreis entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab: Geldpolitik, geopolitische Entwicklungen, wirtschaftliche Trends. Ob wir neue Rekorde sehen oder eher eine Phase der Konsolidierung – fest steht, dass Gold ein zentraler Bestandteil vieler Anlageportfolios bleibt. Für Anleger ist es weiterhin ein spannendes Thema, gerade in Zeiten, in denen Stabilität zählt.
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Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Zum Autor: Jochen Stanzl ist Chefmarktanalyst der Consorsbank und kommentiert das Börsengeschehen mit fundierten Analysen, Reports und Tutorials auf den bankeigenen Kanälen. Der leidenschaftliche Börsenexperte teilt seine Erfahrungen aus über 25 Jahren Marktbeobachtung und vermittelt komplexe Themen verständlich und praxisnah.
Wie globale Konflikte das Portfolio beeinflussen
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