Dunkelhaarige Frau mit Sonnenbrille vor einer dunkelblauen Wand mit Smartphone in der Hand

Consorsbank Finanz-News

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Marktlage aktuell

Dienstag, 07.07.2026
von Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank

 

DAX: Zweifel an der Nachhaltigkeit des Rekordhochs

Auf dem Frankfurter Parkett macht sich langsam aber sicher eine sommerliche Pause bemerkbar und damit wachsen auch die Zweifel an der Nachhaltigkeit des gerade erst erreichten neuen Rekordhochs im DAX. Schwindende Handelsumsätze und zunehmende Angst vor einer KI-Korrektur belasten die Stimmung. 

 

Wie stark ist die Sektorrotation?

Fallende Kurse bei Technologieaktien sind für den DAX ein zweischneidiges Schwert. Einerseits könnte der DAX in Sippenhaft der Verkäufer genommen werden, wenn die Tech-Kurse allzu schnell zurückkommen sollten. Andererseits könnte der DAX davon profitieren, dass Anleger ihre Tech-Kursgewinne der vergangenen Monate dadurch zu sichern versuchen, dass sie ihre Portfolios breiter streuen, wovon der DAX profitieren könnte. Welcher der beiden Effekte überwiegt, ist allerdings unklar. Was bleibt, ist die Angst, dass der DAX sein neues Rekordhoch kurzfristig vielleicht nicht verteidigen kann und wieder zurückfällt.

 

KI-Müdigkeit greift um sich

Wenn man den Kursrutsch des Speicherchipherstellers Samsung Electronics an der Börse 10% ansieht, dann muss man festhalten: An den Zahlen kann es kaum gelegen haben. Eine 19-fache Steigerung des Gewinns auf Jahresfrist sollte Anleger eigentlich begeistern. Eine mögliche Erklärung für den Kursrutsch liefert die Anlegerstimmung: Wenn gute Nachrichten verkauft werden, haben Anleger sie schon vorweggenommen. Das ist ein typisches „Sell On The Good News“: Der Markt zeigt Anzeichen einer zunehmenden KI-Müdigkeit. Samsungs Zahlen sind kein gutes Omen für die beginnende Berichtssaison. Offenbar hält die Anleger nur eine erneute, deutliche Beschleunigung des Wachstums bei der Stange. Ob diese kommen wird, ist dabei eher fraglich.

Ein Mann mit braunen Haaren den man Oberkörper aufwärts abgebildet sieht, trägt einen dunkelblauen Anzug mit dunkler Krawatte und lächelt in die Kamera
Ein Mann mit braunen Haaren den man Oberkörper aufwärts abgebildet sieht, trägt einen dunkelblauen Anzug mit dunkler Krawatte und lächelt in die Kamera

Jochen Stanzl ist Chefmarktanalyst der Consorsbank.

Zuvor war er zehn Jahre lang bei einem Broker in Frankfurt tätig und ist Mitgründer der stock3 AG, deren Aufsichtsratsmitglied er bis heute ist. Für die Kunden der Consorsbank teilt er seit November 2025 seine Börsenerfahrung von fast einem Viertel Jahrhundert. 

Rechtliche Hinweise

Bei diesen Informationen handelt es sich um Marketingmitteilungen. Sie dienen nur der Information und Unterstützung. Sie stellen deshalb insbesondere keine auf Ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichteten Empfehlungen zum Kaufen, Halten oder Verkaufen eines Finanzprodukts dar und begründen auch kein individuelles Beratungs- oder Auskunftsverhältnis. Sie sind ferner nicht als Rechts-, Steuer- oder sonstige Beratung gedacht. Diese Informationen ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung. Bedienen Sie sich bitte auch ergänzend der «Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren». Diese sind über den Bankverlag, Postfach 450209 in 50877 Köln erhältlich. Die hier preisgegebenen Informationen enthalten nicht alle für ein von Ihnen eventuell angestrebtes Investment erforderlichen bzw. aktuellen Informationen. Je nach Ihren persönlichen Anlagewünschen und der individuellen Risikobereitschaft können für Sie andere Produkte und Dienstleistungen besser geeignet sein.Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und zusammengestellt. Soweit in dieser Publikation enthaltene Information auf Angaben und Grafiken externer Quellen beruhen, verwenden wir selbstverständlich nur solche Quellen, die wir als zuverlässig erachtet haben. Eine Gewähr für ihre Richtigkeit und/oder Vollständigkeit kann aber nicht übernommen werden.Für alle Finanzprodukte gilt: Frühere Wertentwicklungen, Simulationen und Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Eine hohe Inflationsrate kann den Wert zukünftiger Erträge oder Rückzahlungsbeträge in Bezug auf Finanzprodukte verringern.

Anbieter:
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Telefon: +49 (0) 911 / 369 – 0, Fax: +49 (0) 911 / 369 – 10 00, E-Mail: info@consorsbank.de
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Warum Anleger plötzlich ins All schauen

Ein Kommentar von Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank.

Immer mehr Investoren entdecken die Raumfahrt als neuen Wachstumsmarkt. Dahinter steckt weniger die Faszination für Raketen als ein struktureller Wandel. Raumfahrt wird zur Infrastruktur. Satelliten liefern Daten für Navigation, Kommunikation und Sicherheit und genau diese Daten sind ein zentraler Werttreiber. Unternehmen, die Informationen aus dem All in Echtzeit nutzbar machen, treffen einen Nerv in einer datengetriebenen Wirtschaft.

Hinzu kommt ein zweiter Treiber: die Sicherheitspolitik. Staaten investieren stärker in strategische Technologien und Verteidigung, private Anbieter profitieren direkt davon. Raumfahrt ist damit sowohl ein Wachstums- als auch ein geopolitisches Thema.

Bei aller Wachstumshoffnung spielt die Psychologie eine zentrale Rolle. Seit Wochen suchen Anleger nach der „nächsten großen KI-Aktie“ und kaufen oft, bevor sie nachfragen. Die bereits stark gestiegenen Kurse im Technologie- und Chipsektor haben die Erwartungen an SpaceX zusätzlich angeheizt. Das erklärt die enorme Nachfrage: Die Aktie war überzeichnet, viele Anleger erhielten nur minimale Zuteilungen. Gleichzeitig zeigt sich ein Risiko: Viel Kapital trifft auf ein begrenztes Angebot. Der geringe Free Float¹ verstärkt diese Dynamik.

Für Indizes wie den Nasdaq hat das Folgen. Die Raumfahrt-Ökonomie ist dort bislang nur schwach vertreten. Anleger müssen gezielter investieren, etwa über thematische ETFs, die die Wertschöpfungskette abbilden: von Satelliten über Daten bis zu autonomen Systemen.

Neue Indexregeln, die schnellere Aufnahmen von Unternehmen wie SpaceX oder künftigen Mega-IPO-Kandidaten wie OpenAI oder Anthropic ermöglichen, stoßen auf Kritik. Sparer, die breit über Indizes investieren, werden damit indirekt zu SpaceX-Aktionären, wenn auch in geringem Umfang.

Für Privatanleger entsteht mit der Weltraumwirtschaft eine neue Anlageklasse mit bekannten Risiken: hohe Bewertungen, starke Schwankungen und eine aufgeheizte Stimmung. Gerade bei spektakulären Börsengängen gilt: Nicht die Angst, etwas zu verpassen, sollte die Entscheidung treiben.

Fazit: Die Weltraumwirtschaft ist mehr als ein Hype. Sie verbindet KI, Datenökonomie und Rüstungstechnik. Doch wie bei jeder neuen Wachstumsstory entscheidet am Ende für Investoren nicht die Vision, sondern der Preis.

Für Anleger, die das Thema Raumfahrt breiter und ohne Einzelwertrisiko abbilden möchten, bieten sich spezialisierte ETFs an. Sie investieren entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Satelliten- und Datenanbietern bis hin zu Infrastruktur- und Technologiekonzernen: VanEck Space Innovators UCITS ETF A USD Acc ETF IE000YU9K6K2 | Consorsbank und iShares Space Technologies UCITS ETF USD Acc ETF IE000A9G9R73 | Consorsbank

Eine Auswahl verschiedener ETFs finden Sie hier:

¹  Der Free Float bezeichnet den Anteil der Aktien eines Unternehmens, der frei am Markt gehandelt werden kann und nicht in festen Händen von Großaktionären, Gründern oder dem Management liegt.

Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Das Bild zeigt eine Person mit langen, dunklen Haaren, die ein ärmelloses, graues Oberteil trägt und ein Smartphone in den Händen hält. Im Hintergrund ist die Spiegelung eines mehrstöckigen Gebäudes an einer Glasfassade zu sehen. Die Szene spielt draußen bei Tageslicht.

Frauen investieren - und holen auf

Frauen investieren heute häufiger in Wertpapiere als noch vor wenigen Jahren. Dieser Trend wird besonders von jungen Anlegerinnen getrieben. Trotzdem bleibt ein deutlicher Vermögensunterschied zwischen Männern und Frauen. Unsere aktuelle Datenanalyse zeigt: Beim langfristigen Anlageerfolg liegen Frauen leicht vorn. Lesen Sie jetzt welche Strategien dabei besonders häufig zum Einsatz kommen und warum breite Streuung und ein strukturierter Ansatz entscheidend sein können.
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Riester war gestern: Das Altersvorsorgedepot macht private Vorsorge neu

Ab 2027 löst das Altersvorsorgedepot die Riester-Rente ab: mit höheren Zulagen, direkten ETF-Investitionen und mehr Flexibilität. Der Staat zahlt bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr, Familien profitieren zusätzlich durch die Kinderzulage. 
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