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Das aktuelle Marktgeschehen im Blick
Donnerstag, 12.03.2026
DAX zwischen Hoffen und Bangen – Geldpolitik hilft nicht
Zwischen Wochentief und Wochenhoch im DAX liegen gut 1.400 Punkte, und der Kurs hat sich ungefähr in der Mitte dieser Spanne eingefunden. Zwischen der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende und einer weiteren Eskalation nehmen die Anleger damit eine neutrale Haltung ein und messen beiden Szenarien in etwa die gleiche Wahrscheinlichkeit bei. Solange die Marke von 23.000 Punkten im DAX hält, ist die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konflikts nicht aus dem Markt verschwunden. Die Anleger wollen an ein Konfliktende glauben. Der Iran terrorisiert jedoch weiterhin die Anrainerstaaten des Persischen Golfs und deren Ölinfrastruktur – und stellt damit die Geduld der Anleger Tag für Tag aufs Neue auf die Probe.
IEA-Freigabe: Nur dämpfende Wirkung
Die Wirkung der Freigabe strategischer Reserven ist nicht ganz verpufft. Das zusätzliche Ölangebot dürfte helfen, den Ölpreisanstieg zu verlangsamen, kann ihn jedoch nicht umzukehren. Der Iran hat es mit vergleichsweise begrenzten Mitteln geschafft, den für die Weltwirtschaft so wichtigen Seetransport durch die Straße von Hormus den mittlerweile zwölften Tag in Folge lahmzulegen. Zwei brennende Tanker vor der Küste Iraks und die Evakuierung des Ölhafens im Oman demonstrieren Irans unveränderte Bereitschaft, Öl als Waffe einzusetzen. Solange der Iran die Straße von Hormus kontrolliert, werden sich die Finanzmärkte nicht nachhaltig beruhigen.
Inflationserwartungen nehmen zu
In Europa, wo die EZB bereits vor dem Irankrieg mit einer Zinsanhebung liebäugelte, können sich Anleger nicht auf eine geldpolitische Unterstützung durch eine Zinssenkung verlassen. Das gilt vor allem deshalb, weil die Inflationserwartungen in Europa im Vergleich etwa zu den USA mehr als doppelt so stark zugenommen haben. Gestern wurden in den USA die vielleicht letzten mauen Inflationsdaten für eine lange Zeit gemeldet – der Irankrieg wird die Inflation in den kommenden Monaten nach oben treiben, und das wohl umso stärker, desto länger er anhält. Die Erwartungen für die Zahl der Zinsschritte der US-Notenbank haben sich im Zuge dessen bereits auf nur noch eine im Jahr 2026 halbiert und auch die könnte ausfallen, wenn der Irankrieg kein baldiges Ende findet.
Jochen Stanzl ist Chefmarktanalyst der Consorsbank.
Zuvor war er zehn Jahre lang bei einem Broker in Frankfurt tätig und ist Mitgründer der stock3 AG, deren Aufsichtsratsmitglied er bis heute ist. Für die Kunden der Consorsbank teilt er seit November 2025 seine Börsenerfahrung von fast einem Viertel Jahrhundert.
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Künstliche Intelligenz im Wandel: warum Anleger jetzt von Innovation, globaler Vielfalt und einem langen Atem profitieren können.
An den Aktienmärkten vollzieht sich derzeit ein tiefgreifender Wandel – und genau darin können neue Chancen liegen. Zwar notieren viele große Indizes in Europa und in den USA nahe ihrer Rekordstände, doch unter der Oberfläche verändern sich Geschäftsmodelle, Gewinner und Verlierer. Für langfristig orientierte Anleger ist das kein Grund zur Zurückhaltung, sondern eine Einladung zur Differenzierung.
Besonders deutlich wird der Umbruch im Technologiesektor. Künstliche Intelligenz beschleunigt Innovationszyklen und erhöht den Wettbewerbsdruck – zugleich entstehen neue Marktsegmente und Wachstumsfelder. Klassische, starre Softwaremodelle verlieren an Attraktivität, während modulare, spezialisierte und KI-gestützte Lösungen an Bedeutung gewinnen. Dieser Strukturwandel sorgt kurzfristig für Kursbewegungen, eröffnet aber langfristig erhebliche Wertschöpfungspotenziale.
Auch bei etablierten Industrieunternehmen zeigt sich: Gute Zahlen allein reichen nicht mehr aus, entscheidend ist die strategische Positionierung im technologischen Wandel. Investoren richten ihren Blick zunehmend auf Unternehmen, die KI nicht nur als Risiko managen, sondern aktiv in ihre Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle integrieren. Gerade hier könnte Raum für positive Überraschungen entstehen.
Unterstützt wird dieses Umfeld von stabilen makroökonomischen Rahmenbedingungen. Die Weltwirtschaft wächst moderat – stark genug, um Gewinne zu ermöglichen, und zugleich ohne neue Inflationsrisiken heraufzubeschwören. Dieses Gleichgewicht schafft ein konstruktives Fundament für Aktienmärkte. Entsprechend verlagert sich Kapital dorthin, wo strukturelles Wachstum, Innovationskraft und attraktive Bewertungen zusammentreffen.
Besonders gefragt sind derzeit internationale Märkte. Schwellenländer profitieren von einer technologischen Aufholbewegung und einer hohen Dynamik bei KI-Anwendungen, während europäische Aktien mit günstigen Bewertungen, umfangreichen Investitionsprogrammen und der Aussicht auf eine konjunkturelle Belebung punkten. Die Marktbreite nimmt zu – ein positives Signal für die Nachhaltigkeit des Aufschwungs.
Fazit: Der aktuelle Markt ist weniger von Unsicherheit geprägt als von Neuordnung. Künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln, doch sie schafft zugleich neue Gewinner. Für Anleger bedeutet das: breit aufgestellt bleiben, Chancen global nutzen und den Fokus auf Qualität, Anpassungsfähigkeit und langfristige Trends richten. Umbrüche waren an der Börse selten das Ende von Chancen – oft waren sie der Anfang.
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