Nutzen Sie die Expertise von Profis
Mit dem Investmentkonto lassen Sie Ihre Anlage von erfahrenen Experten managen.

Das aktuelle Marktgeschehen im Blick
Mittwoch, 28.10.2026
von Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank
DAX steckt in Handelsspanne fest
Der DAX schwankt richtungslos und ist dabei nach oben zwischen 25.700 und 25.800 Punkten begrenzt – also genau dem Kursbereich, den er jetzt erreicht hat. Vor den Zwischenwahlen und angesichts der Spekulationen über neue Kampfhandlungen in Nahost nach den Zwischenwahlen bleiben Anleger selektiv – sie reagieren zwar auf KI-Nachrichten, von neuer, breit angelegter Euphorie bei Aktien kann aber keine Rede sein. Unter dem Strich fehlt dem DAX damit eine Richtung.
Vorläufig: Aufatmen im KI-Sektor
Technologieaktien reiten heute Morgen auf einer Welle aus guten KI-Nachrichten, und das macht zumindest ein wenig vergessen, wie stark die Kurse zuvor unter die Räder geraten sind. Ob aus der Erholung eine Richtung wird, hängt an geldpolitischen Unwägbarkeiten, der Zinsentwicklung und weiteren Quartalszahlen im Rest der Woche. Microsoft und Alphabet heute Abend – Amazon.com morgen: Die Anleger werden genau auf Hinweise achten, die auf die Nachhaltigkeit des KI-Investitionsbooms hindeuten.
Geldpolitik mit Fragezeichen
Auf dem Parkett gilt es als ausgemachte Sache: Die amerikanische Notenbank wird heute Abend die Füße stillhalten. Kevin Warsh gilt als Kritiker von Vorabfestlegungen, aber kein Zinsschritt heute Abend wird automatisch Fragen für die Dezember-Sitzung aufwerfen. Der Markt wird sich daher vor allem darauf konzentrieren, ob Kevin Warsh Gegenstimmen kassieren wird und, wenn ja, wie viele, denn das dürfte die geldpolitische Stimmung für den Rest des Jahres prägen.

Jochen Stanzl ist Chefmarktanalyst der Consorsbank.
Zuvor war er zehn Jahre lang bei einem Broker in Frankfurt tätig und ist Mitgründer der stock3 AG, deren Aufsichtsratsmitglied er bis heute ist. Für die Kunden der Consorsbank teilt er seit November 2025 seine Börsenerfahrung von fast einem Vierteljahrhundert.
Rechtliche Hinweise
Bei diesen Informationen handelt es sich um Marketingmitteilungen. Sie dienen nur der Information und Unterstützung. Sie stellen deshalb insbesondere keine auf Ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichteten Empfehlungen zum Kaufen, Halten oder Verkaufen eines Finanzprodukts dar und begründen auch kein individuelles Beratungs- oder Auskunftsverhältnis. Sie sind ferner nicht als Rechts-, Steuer- oder sonstige Beratung gedacht. Diese Informationen ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung. Bedienen Sie sich bitte auch ergänzend der «Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren». Diese sind über den Bankverlag, Postfach 450209 in 50877 Köln erhältlich. Die hier preisgegebenen Informationen enthalten nicht alle für ein von Ihnen eventuell angestrebtes Investment erforderlichen bzw. aktuellen Informationen. Je nach Ihren persönlichen Anlagewünschen und der individuellen Risikobereitschaft können für Sie andere Produkte und Dienstleistungen besser geeignet sein.Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und zusammengestellt. Soweit in dieser Publikation enthaltene Information auf Angaben und Grafiken externer Quellen beruhen, verwenden wir selbstverständlich nur solche Quellen, die wir als zuverlässig erachtet haben. Eine Gewähr für ihre Richtigkeit und/oder Vollständigkeit kann aber nicht übernommen werden.Für alle Finanzprodukte gilt: Frühere Wertentwicklungen, Simulationen und Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Eine hohe Inflationsrate kann den Wert zukünftiger Erträge oder Rückzahlungsbeträge in Bezug auf Finanzprodukte verringern.
Anbieter:
BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, Standort Nürnberg: Bahnhofstraße 55 90402 Nürnberg
Telefon: +49 (0) 911 / 369 – 0, Fax: +49 (0) 911 / 369 – 10 00, E-Mail: info@consorsbank.de
Sitz: Nürnberg HRB Nürnberg 31129 USt-IdNr. DE191528929 BIC: CSDBDE71 | BLZ: 760 300 80
Kennen Sie das Gefühl, wenn man merkt, dass die Spielregeln plötzlich geändert wurden? Genau so geht es derzeit vielen Kapitalmarktexperten. Robert Halver von der Baader Bank bringt es im Consorsbank Podcast „Deep in the Money“ auf den Punkt: Die Ära der stabilen Preise, wie einige es noch aus Nachkriegszeit kennen, könnte vorbei sein.
Was bedeutet das konkret für Ihr Geld? Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch:
Die neue Strategie der Notenbanken: Bisher war es das Ziel der Zentralbanken (die Institutionen, die Geldmenge und Zinsen steuern), die Inflation aktiv zu bekämpfen. Halver glaubt jedoch, dass dies nicht mehr möglich ist.
Bei einer weltweiten Verschuldung von über 300 Billionen Dollar sei es „finanzmathematisch“ kaum machbar, diese Schulden klassisch zurückzuzahlen. Die Vermutung: Man lässt die Inflation bewusst zu, damit die reale Last der Staatsschulden mit der Zeit „aufgefressen“ wird.
Zinspapiere vs. Aktien: Wer heute stark auf Zinspapiere (wie z. B. Staatsanleihen oder Festgeld) setzt, geht laut Halver ein hohes Risiko ein. Warum? Weil die nominalen Zinsen – also der reine Prozentsatz, den die Bank verspricht – oft kaum die Inflationsrate ausgleichen.
Die Alternative: Aktien. Unternehmen können steigende Kosten oft durch höhere Preise an Kunden weitergeben und so einen natürlichen Inflationsausgleich schaffen. Ein Beispiel: Der US-Index S&P 500 (die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen) hat sich seit der Finanzkrise 2008 verzehnfacht.
KI-Boom: Mehr als nur ein Hype? Viele fragen sich, ob wir bei der künstlichen Intelligenz (KI) in einer Blase stecken, ähnlich wie beim Dotcom-Krach um die Jahrtausendwende. Halver sieht das anders. Da KI ein geopolitischer Wettlauf zwischen den USA und China ist, wird der Investitionszyklus (prognostiziert über 1.000 Milliarden Dollar im nächsten Jahr) langfristig intakt bleiben. Der entscheidende Unterschied zur damaligen Internetblase: Die Technologie wird bereits heute aktiv geliefert und genutzt.
Fazit für Ihre Strategie

