21.09.2026 Lesezeit: ca. 6 Minuten
Viele Anleger halten Aktien im Depot und fragen sich, wie sich daraus zusätzliche Erträge erzielen lassen. Hier setzt der Covered Call an: Eine Strategie, bei der Sie für bereits gehaltene Aktien eine Prämie erhalten und dafür im Gegenzug eine Verkaufsverpflichtung eingehen, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt.
Bisher war die Umsetzung meist einem separaten Marginkonto (Optionshandelskonto) und einiger Erfahrung mit Derivaten vorbehalten. UpTrade von der Consorsbank ist eine der ersten Lösungen dieser Art in Deutschland und macht die Strategie deutlich zugänglicher. Dieser Artikel erklärt, wie ein Covered Call funktioniert und was UpTrade konkret ist.

Inhaltsverzeichnis:
Covered Call: Das Wichtigste in Kürze
- Ein Covered Call (auch Stillhaltergeschäft genannt) bedeutet: Sie verkaufen eine Kaufoption auf Aktien, die Sie bereits im Depot halten.
- Die Prämie erhalten Sie sofort und direkt auf Ihr Konto.
- Mit UpTrade übernimmt die Consorsbank die technische Umsetzung – ein separates Marginkonto ist nicht nötig.
- Voraussetzung ist ein bestandener Wissenscheck. Dadurch erhält der Kunde Risikoklasse 5.
- Am Laufzeitende gibt es zwei mögliche Szenarien: Verkauf zum Basispreis oder Verbleib der Aktie im Depot.
Covered Call neu gedacht: Die Idee hinter UpTrade
Was ist ein Covered Call genau? Er basiert auf einem einfachen Prinzip: Sie besitzen Aktien und verkaufen das Recht, diese am Ende einer bestimmten Laufzeit zu einem bestimmten Preis zu kaufen, dem sogenannten Basispreis. Dafür erhalten Sie sofort eine Prämie. Fachlich wird das auch als Stillhaltergeschäft bezeichnet, da Sie dabei als Stillhalter auftreten.
Die Strategie ist im Wertpapierhandel schon länger bekannt und wird klassischerweise über den direkten Optionshandel eingesetzt, sowohl institutionell als auch von erfahrenen Privatanlegern.
Prämie, Basispreis und Laufzeit: Die wichtigsten Begriffe
Die Höhe der Prämie hängt von drei Faktoren ab: der Laufzeit, der Volatilität der zugrunde liegenden Aktie und der gewählten Steigerung gegenüber dem aktuellen Kurs. Je niedriger die gewählte Steigerung, desto höher fällt die Prämie in der Regel aus. Dafür steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktie am Laufzeitende tatsächlich verkauft wird. Der Basispreis selbst ergibt sich aus dem aktuellen Aktienkurs zuzüglich der gewählten Steigerung, zum Beispiel 5, 10, 15 oder 20 Prozent.
Bitte beachten Sie, dass bei der Nutzung von UpTrade Kosten anfallen. Diese sollten bei der Betrachtung des möglichen Zusatzertrags berücksichtigt werden. Die jeweils aktuellen Kosten und Konditionen finden Sie in den entsprechenden Produktinformationen.
Wie UpTrade die Strategie zugänglich macht und das ohne Marginkonto
Voraussetzung: Wissenscheck und Risikoklasse 5
Zwei mögliche Szenarien für den Ablauf des Laufzeitendes
Am Ende der gewählten Laufzeit entscheidet der Kurs der zugrunde liegenden Aktie über das weitere Vorgehen. Liegt der Kurs über dem Basispreis, wird die Aktie automatisch zum vereinbarten Basispreis verkauft, ein möglicher weiterer Kursgewinn darüber hinaus entgeht Ihnen dann. Liegt der Kurs am Laufzeitende unter oder genau auf dem Basispreis, bleibt die Aktie einfach in Ihrem Depot. Die einmal erhaltene Prämie behalten Sie in beiden Fällen.
Ein Rechenbeispiel: Bei einer Aktie mit einem Kurs von 100 Euro und einer gewählten Steigerung von 10 Prozent liegt der Basispreis bei 110 Euro. Für den Verkauf der Kaufoption erhalten Sie sofort eine Prämie, den Preis der Option. Steht der Kurs am Laufzeitende bei 115 Euro, wird die Aktie zu 110 Euro verkauft und die zusätzlichen 5 Euro Kursgewinn entgehen Ihnen. Die Prämie behalten Sie aber. Steht der Kurs dagegen bei 105 Euro, bleibt die Aktie im Depot und Sie behalten zusätzlich die Prämie.
Covered Call bei UpTrade: Chancen und Risiken im Überblick
Chancen | Risiken |
|---|---|
Bei seitwärts laufenden oder leicht steigenden Kursen erzielen Sie zusätzliche Erträge. | Steht die Aktie am Laufzeitende über dem Basispreis, verkaufen Sie zum vereinbarten Basispreis. Mögliche Kursgewinne über diesen Preis entgehen Ihnen. |
Die Strategie ist bereits ab einer Aktie nutzbar. Ihr Anspruch auf Dividenden bleibt unberührt. | Bei stark fallenden Aktienkursen kann ein Verlust nur in Höhe der erhaltenen Prämie abgefedert werden. |
Sie wählen Laufzeit und Basispreis individuell aus. | Aktien sind während der Laufzeit gesperrt, also nicht handelbar. |
Steigt die heimische Währung gegenüber einer Fremdwährung wie dem US-Dollar, verringert das Ihren Gewinn bei Fremdwähungsaktien zusätzlich. |
Covered Call selbst umsetzen oder UpTrade nutzen?
Ein Covered Call lässt sich grundsätzlich auf zwei Wegen umsetzen.
- Der klassische Weg führt über den direkten Optionshandel, dafür braucht es ein eigenes Marginkonto und in der Regel mehr Kapital, da an US-Terminbörsen meist 100 Aktien pro Kontrakt nötig sind. Wer diesen Weg im Detail nachvollziehen möchte, findet in unserem Artikel Covered-Call-Writing mit Aktien eine ausführliche Erklärung inklusive Rechenbeispiel.
- UpTrade geht einen anderen Weg: Die Strategie steht bereits ab einer einzelnen Aktie zur Verfügung, ganz ohne separates Marginkonto. Voraussetzung sind ein bestandener Wissenscheck und eine Aktie aus der für UpTrade vorgesehenen Auswahl. Besitzen Sie keine passende Aktie, müssen Sie sich zunächst eine anschaffen.
Fazit: Covered Call neu gedacht
Das UpTrade-Angebot der Consorsbank im Überblick: UpTrade
Risikohinweis: Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden. Der Wert der Anlage und die Erträge können steigen oder fallen; ein Totalverlust des investierten Kapitals ist möglich. Vergangene Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Eine hohe Inflation kann die Kaufkraft zukünftiger Erträge oder Rückzahlungen mindern. Diese Informationen enthalten nicht alle für Ihre Anlageentscheidung erforderlichen Details. Je nach Ihren Anlagezielen und Risikobereitschaft können andere Produkte besser geeignet sein.
Häufig gestellte Fragen zu Covered Call und UpTrade
Was ist der Unterschied zwischen einem Covered Call und UpTrade?
Brauche ich für UpTrade ein separates Marginkonto?
Was passiert, wenn der Aktienkurs am Laufzeitende über dem Basispreis liegt?
Kann ich einen Covered Call vorzeitig beenden?
Welche Rolle spielt die Volatilität bei der Prämienhöhe?
Ist ein Covered Call für jede Aktie im Depot geeignet?
Welche Voraussetzungen brauche ich für UpTrade?
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