Quantencomputing-Aktien: Wer könnte das Rennen machen?

02.03.2026   Lesezeit: ca. 12 Minuten

Die Leistung moderner Computer verdoppelt sich nach der Theorie des Intel-Gründers Gordon Moore ungefähr alle 18 Monate.1 Doch selbst mit heutigen Hochleistungsrechnern lassen sich manche Rechenprobleme nicht lösen. Der Grund dafür ist nicht die mangelnde Rechenleistung, sondern die explosionsartig wachsende Zahl möglicher Lösungen.

So ergeben sich beispielsweise bei der Suche nach der kürzesten Route zwischen 20 Städten bereits über 60 Billiarden Kombinationen.2 Solche Optimierungsprobleme bringen klassische Computer schnell an ihre Grenzen. Aufgrund dieses Potenzials rücken Quanten Computing Aktien zunehmend in den Fokus von Investoren, die frühzeitig an technologischen Entwicklungen teilhaben wollen.

Mann in hellblauem Hemd sitzt vor einem Fenster an seinem Laptop

Fazit

  • Mit Quantentechnologie können Computer bestimmte komplexe Optimierungs- und Simulationsprobleme effizienter lösen als klassische Rechner.
  • Das Marktpotenzial von Quantencomputing gilt als hoch, doch viele spezialisierte Anbieter schreiben bislang Verluste und sind stark von Kapitalzuflüssen abhängig.
  • Investitionen in reine Quantencomputing-Aktien setzen derzeit vor allem auf zukünftige technologische Durchbrüche.

Was ist Quantencomputing?

Während klassische Rechner Probleme Schritt für Schritt abarbeiten, ermöglicht die Quantentechnologie einen anderen Zugang zu bestimmten Fragestellungen. Für das Beispiel aus der Einleitung bräuchte ein normaler Rechner selbst mit ausgefeilten Optimierungsverfahren mehrere Wochen Rechenzeit. Bei etwas größeren Werten, beispielsweise 25 oder 30 Städten, wächst der Rechenaufwand jedoch so stark (exponentiell) an, dass selbst moderne Computer nur noch mit Näherungsverfahren arbeiten können.

Herkömmliche Computer verarbeiten Informationen in Bits. Ein Bit besitzt einen eindeutigen Zustand „0“ oder „1“, wodurch alle Berechnungen dieser klaren Logik folgen und nacheinander abgearbeitet werden müssen. Quantencomputer nutzen dagegen Effekte der Quantenmechanik. Ihre Recheneinheiten, die Qubits, können durch eine sogenannte Superposition mehrere Zustände gleichzeitig annehmen. Dadurch lassen sich bestimmte Berechnungen theoretisch deutlich effizienter durchführen als mit heutigen Hochleistungsrechnern. Quantencomputing ist somit nicht grundsätzlich schneller, eröffnet aber für ausgewählte Aufgaben neue Rechenwege. Beispiele für solche Herausforderungen finden sich in der Optimierung komplexer Lieferketten, im Chipdesign, in der Materialentwicklung, in der Medikamentenforschung sowie bei speziellen Such- und Simulationsaufgaben.3

Vom Labor zur ersten praktischen Nutzung

So vermeintlich groß das Potenzial des Quantencomputing auch ist, der Weg in die breite Anwendung ist noch lang. Die aktuellen Systeme sind technisch anspruchsvoll, teuer im Betrieb und anfällig für Störungen. Zudem müssen viele Quantencomputer auf Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt gekühlt werden und reagieren empfindlich auf kleinste äußere Einflüsse. Bereits geringe Abweichungen können Berechnungen verfälschen. Eine der größten Herausforderungen besteht darin, viele Qubits über längere Zeit stabil und fehlerarm zu betreiben. Deshalb finden viele Projekte unter streng kontrollierten Laborbedingungen statt.

Das zeigt sich beispielsweise bei Systemen wie dem Quantencomputer aus dem Willow-Projekt von Google oder dem „Quantum System Two” von IBM. Diese Anlagen ähneln eher physikalischen Versuchsanordnungen als klassischen Rechenzentren. Auch spezialisierte Anbieter wie IonQ oder D-Wave Quantum betreiben ihre Systeme unter hochkontrollierten Bedingungen und richten sich bislang vor allem an die Forschung und an Pilotprojekte.

Doch erste Anwendungen zeigen, wie sich Quantencomputing auch in der Praxis einsetzen lässt. So testete die Großbank HSBC im Jahr 2025 gemeinsam mit IBM ein Trading-System mit integriertem Quantenprozessor. Dabei ließ sich die Vorhersagegenauigkeit, ob ein Handel zu einem angebotenen Preis ausgeführt wird, im Vergleich zu klassischen Verfahren um bis zu 34 % steigern.4 Auch BASF untersuchte in einem Pilotprojekt, wie sich die Planung einer komplexen Abfüllanlage optimieren lässt. Dabei kam ein Optimierungsansatz von D-Wave Quantum zum Einsatz, bei dem klassische Rechner und Quantencomputer gemeinsam bessere und schnellere Einsatzpläne berechneten.5 In beiden Fällen handelte es sich jedoch um klar abgegrenzte Pilotprojekte und nicht um einen flächendeckenden produktiven Einsatz im Tagesgeschäft.

Trotz erster kommerzieller Anwendungen befinden sich die Systeme weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase. Ob und wann sich Quantencomputing über solche Spezialanwendungen hinaus durchsetzt, hängt vor allem davon ab, ob sich technische Herausforderungen wie Fehlerkorrektur und Skalierung zuverlässig lösen lassen. Unternehmen sammeln derzeit vor allem Erfahrungen und investieren in Wissen, Infrastruktur und langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Aus Anlegersicht bedeutet das unter Umständen viel Zukunft, aber auch Geduld. Der Weg vom technologischen Versprechen zum stabilen Geschäftsmodell ist noch nicht abgeschlossen.

 

Sind Passwörter und Krypto-Wallets durch Quanten Computing gefährdet?

Die Quantentechnologie wird als mögliche Bedrohung für die digitale Sicherheit angesehen. Tatsächlich richten sich die Risiken jedoch weniger gegen Passwörter oder Seed-Phrasen, wie sie bei Krypto-Wallets verwendet werden. Diese basieren auf extrem großen Suchräumen, die sich selbst mit Quantencomputern praktisch nicht vollständig berechnen lassen.

Kritischer sind bestimmte heute verbreitete Verschlüsselungsverfahren, die auf mathematischen Problemen beruhen. Diese könnten mit leistungsfähigen Quantencomputern theoretisch effizient gelöst werden. Deshalb wird bereits intensiv an sogenannter postquantensicherer Kryptografie gearbeitet.

Die Quantentechnologie ist somit kein Generalschlüssel, der jedes digitale Schloss öffnet.

Marktgröße und Wachstumsperspektiven von Quantencomputing

Trotz der frühen Phase zeichnet sich bereits ein deutlicher Wachstumstrend ab. Laut einer Analyse von Markets and Markets könnte das globale Marktvolumen bis 2030 auf über 20 Mrd. US-Dollar steigen, sofern Hardware, Software und Dienstleistungen weiter voranschreiten. Im Jahr 2025 lag es Schätzungen zufolge bei rund 3,5 Mrd. US-Dollar. Das entspräche einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 41,8 %.6 Es gibt jedoch auch vorsichtigere Prognosen mit geringeren Zuwächsen – ein Hinweis auf die Unsicherheiten junger Technologiemärkte. Diese Unschärfe zeigt sich auch in langfristigen Ausblicken wie denen von McKinsey. Demnach halten die Prognosen es für möglich, dass die Umsätze in den drei Kernbereichen der Quantentechnologien bis 2035 weltweit auf bis zu 97 Mrd. US-Dollar steigen. Bis 2040 könnte dieser Wert sogar bei rund 198 Mrd. US-Dollar liegen.3

Getragen wird dieses Wachstum von steigenden Investitionen und einer anhaltenden Innovationsdynamik. Staaten und Konzerne investieren in Forschung, Infrastruktur und Pilotprojekte, um sich langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Dabei spielt die Quantentechnologie eine zentrale Rolle in nationalen Innovations- und Technologiestrategien. Gleichzeitig gewinnen Cloud-Angebote und Quantum-as-a-Service-Modelle an Bedeutung. Sie ermöglichen den Zugang zu Quantenrechenleistung, ohne dass eigene Systeme benötigt werden. So entsteht schrittweise ein Markt, in dem Quantencomputing den Weg von der Forschung in wirtschaftlich relevante Anwendungen findet. Doch welche Unternehmen geben dabei derzeit den Ton an?

Unternehmen und Geschäftsmodelle im Bereich Quantentechnologie

Ein Blick auf die Akteure zeigt eine deutliche Zweiteilung des Marktes. Auf der einen Seite stehen große Technologiekonzerne wie IBM, Alphabet, Microsoft oder Amazon. Für sie ist Quantencomputing zwar ein strategisches Zukunftsfeld, jedoch nur ein kleiner Teil ihres breit diversifizierten Geschäftsmodells. Die Forschung erfolgt häufig in spezialisierten Einheiten – etwa bei Google innerhalb des Alphabet-Konzerns – und wird aus etablierten, profitablen Geschäftsbereichen finanziert. Dass Quantenlösungen bislang nur geringe Umsätze erzielen, ist für diese Konzerne verkraftbar. Im Vordergrund stehen der Aufbau von Know-how, geistigem Eigentum (z. B. Patente) und einer technologischen Führungsposition.

Bei spezialisierten Anbietern, deren Geschäftsmodell nahezu vollständig auf Quantencomputing ausgerichtet ist, sieht die Lage anders aus. Unternehmen wie IonQ oder D-Wave Quantum verfügen zwar über eine hohe Expertise im Bereich Quantentechnologie, erzielen jedoch bislang nur geringe Umsätze. Gleichzeitig sind die Kosten für Forschung, Entwicklung und Betrieb hoch. Die Folge sind anhaltende Verluste.7

Für diese Unternehmen ist der Zugang zu Kapital daher von zentraler Bedeutung. Häufig erfolgt die Finanzierung über die Ausgabe neuer Aktien, was zu Verwässerungseffekten für bestehende Aktionäre führen kann. Für Anleger bedeutet das: Quantencomputing-Aktien ermöglichen zwar einen direkteren Zugang zur Technologie, sind jedoch auch mit deutlich höheren Risiken verbunden als Beteiligungen an großen, diversifizierten Konzernen.

Quantencomputing-Aktien: Große Konzerne, kleine Spezialisten

Ein Blick auf die Marktkapitalisierung und den Umsatz ausgewählter Unternehmen zeigt, wie unterschiedlich die Dimensionen derzeit sind. Die Marktbewertungen bei den spezialisierten Anbietern spiegeln dabei weniger die aktuellen Umsätze wider, sondern vielmehr die Erwartungen an künftige Wachstumschancen, technologische Durchbrüche sowie den Wert von Patenten und Know-how.

Marktkapitalisierung und Umsatz ausgewählter Quantencomputer-Unternehmen

Unternehmen
Marktkapitalisierung in Mrd. USD
Jahresumsatz
IBM
279
67,5 Mrd.
IonQ
12,4
43 Mio.
D-Wave Quantum
7,7
9 Mio.
Rigetti Computing
5,8
11 Mio.
Quantum Computing
2,1
unter 1 Mio.
Quantum eMotion
1
0 Mio.
BTQ Technologies
0,4
unter 1 Mio.
Arqit Quantum
0,3
1 Mio.
Quelle: Nasdaq.com, Marktkapitalisierungen
nach Börsenkursen (Stand: 6. Februar 2026); Umsätze gemäß veröffentlichten
Geschäftsberichten 2024/2025. Bitte beachte Sie, dass es sich hierbei um keine
Anlageberatung oder Kauf-/ Verkaufsempfehlung handelt. 

Mit ETFs in Quantencomputing investieren

Weil Quantencomputing-Aktien bislang keine tragfähigen Geschäftsmodelle aufweisen und ihre Kursentwicklung besonders stark von der Marktstimmung abhängt, sind sie sehr volatil. Dynamische Zuwächse wechseln sich mit ebenso dynamischen Rückgängen ab und verdeutlichen die Gratwanderung zwischen Euphorie und Ernüchterung. Entsprechend hoch ist das Risiko bei Investments in einzelne Titel.

ETFs bieten einen breiter gestreuten Zugang zu Quantencomputing-Aktien. In der Praxis wird die Wertentwicklung vieler solcher ETFs derzeit jedoch stark von großen Technologieunternehmen wie NVIDIA, AMD, Microsoft, ASML oder Intel geprägt, während reine Quantencomputing-Aktien nur einen Teil des Portfolios ausmachen.8, 9

Bitte beachte Sie, dass es sich bei den nachfolgend genannten Produkten um keine Anlageberatung oder Kauf-/ Verkaufsempfehlung handelt.
 

  • VanEck Quantum Computing UCITS ETF (WKN: A418QM)
    Der ETF investiert in Unternehmen, die entweder mindestens 50 % ihrer Umsätze oder operativen Aktivitäten im Bereich Quantencomputing erzielen oder über mindestens fünf einschlägige Patente verfügen. Der zugrunde liegende Index unterscheidet dabei zwischen reinen Quantencomputing-Unternehmen und Firmen mit patent- oder teilbezogenem Quantenbezug. Die Gewichtung erfolgt nach der frei handelbaren Marktkapitalisierung, ist jedoch begrenzt. Reine Quantencomputing-Unternehmen dürfen maximal 8 % Gewicht erreichen, Firmen mit patentbasiertem Bezug maximal 4 %. So soll verhindert werden, dass einzelne Titel den ETF dominieren. Insgesamt umfasst der ETF rund 30 Aktien und bildet damit ein vergleichsweise konzentriertes Universum ab.8

  • WisdomTree Quantum Computing UCITS ETF (WKN: A419HV)
    Der ETF investiert in Unternehmen entlang verschiedener Wertschöpfungsstufen im Quantenumfeld. Dazu zählen Anbieter von Quantenchips und Qubit-Technologien, Entwickler von Software und Algorithmen, Anbieter von Quanten-Simulationen, Quantum-as-a-Service-Plattformen, Lösungen für post-quantensichere Kryptografie, Quanten-Netzwerke sowie Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter, Materialien und Infrastruktur. Die Gewichtung richtet sich nach der thematischen Relevanz des Geschäftsmodells. Unternehmen mit stärkerem Quantum-Fokus erhalten ein höheres Gewicht, wobei kein Titel mehr als 15 % des Index ausmacht. Mit rund 37 Aktien9 ist das Anlageuniversum etwas breiter als beim VanEck-ETF.
     

Die beiden ETFs zeigen, dass eine Investition in Quantencomputing-Aktien derzeit kaum als reine Wette auf wenige Spezialanbieter funktioniert. Große Technologiekonzerne sind fester Bestandteil der Indizes. Einerseits können sie die Portfolios stabilisieren, andererseits verwässern sie aber den direkten Quantum-Bezug. Quantencomputing-ETFs ermöglichen somit zwar eine breitere Streuung und reduzieren Einzelrisiken, bilden jedoch eher das Technologie-Ökosystem rund um Quantencomputing ab als reine Quantencomputer-Aktien.

Risiken und Unsicherheiten bei spezialisierten Quantencomputing-Aktien

So groß das Potenzial von Quantencomputing auch ist, so hoch sind die Unsicherheiten. Das gilt insbesondere für Unternehmen, deren Geschäftsmodell nahezu vollständig auf diese Technologie ausgerichtet ist. Sie verfolgen unterschiedliche technische Ansätze, die sich noch in der Entwicklung befinden. Welche dieser Entwicklungen sich durchsetzen, wann große kommerzielle Anwendungen entstehen und welche Unternehmen dauerhaft tragfähige Geschäftsmodelle entwickeln, ist offen. Die unterschiedlichen technischen Ansätze sind dabei nicht gleichwertig austauschbar, sondern jeweils auf bestimmte Anwendungsarten und Entwicklungspfade ausgerichtet.

IonQ, Rigetti und D-Wave im Porträt

Ein Beispiel für einen typischen Quantencomputing-Anbieter ist IonQ. Das Unternehmen setzt auf ionenbasierte Quantencomputer, bei denen elektrisch geladene Atome als Recheneinheiten dienen. Dieser Ansatz gilt als besonders präzise, ist jedoch technisch aufwendig und bislang schwer zu skalieren. IonQ verfolgt eine Cloud-Strategie und stellt seine Systeme über die Plattformen großer Technologiepartner bereit. Als derzeit größtes börsennotiertes Unternehmen im Bereich Quantencomputing erzielt es zwar die höchsten Umsätze innerhalb dieser Gruppe, gemessen an einer Marktkapitalisierung von über 12 Mrd. US-Dollar bleiben diese jedoch überschaubar. Zugleich hat das Unternehmen bislang nur Verluste erzielt.

Kursentwicklung von IonQ

Kursentwicklung von IonQ Zeitraum: 01.10.2021 bis 10.2.2026
Kursentwicklung von IonQ Zeitraum: 01.10.2021 bis 10.2.2026

Zeitraum: 01.10.2021 (Public Listing) bis 10.2.2026

Hinweis: Hierbei handelt es sich um keine Anlageempfehlung. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

Quelle: Consorsbank

Auch Rigetti Computing schreibt bislang keine schwarzen Zahlen.10 Das Unternehmen setzt, wie einige große Technologiekonzerne, auf supraleitende Qubits. Dieser Ansatz ist zwar gut erforscht, erfordert jedoch eine extrem aufwendige Kühlung und ist anfällig für Störungen. Rigetti entwickelt sowohl Hardware als auch Software und bietet seine Systeme über die Cloud an. Dieser Ansatz könnte langfristig Skalierungsvorteile versprechen, befindet sich aber noch in einer frühen Entwicklungsphase. Technische Fortschritte müssen erst noch in stabile, wirtschaftlich nutzbare Systeme übersetzt werden.

Kursentwicklung von Rigetti Computing

Kursentwicklung von Rigetti Computing Zeitraum: 02.03.2023 bis 10.02.2026
Kursentwicklung von Rigetti Computing Zeitraum: 02.03.2023 bis 10.02.2026

Zeitraum: 02.03.2023 (Public Listing) bis 10.02.2026

Hinweis: Hierbei handelt es sich um keine Anlageempfehlung. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

Quelle: Consorsbank

D-Wave Quantum verfolgt einen anderen technologischen Weg. Das Unternehmen konzentriert sich auf Quantum Annealing, eine Methode, die speziell für Optimierungsprobleme entwickelt wurde. D-Wave bietet bereits seit einigen Jahren kommerzielle Systeme an und arbeitet mit Industriepartnern zusammen, etwa in Pilotprojekten zur Produktions- und Anlagenplanung, wie das obige Beispiel zu BASF verdeutlicht. Gleichzeitig ist dieser Ansatz nicht für alle Arten von Quantenberechnungen geeignet. Ob sich Quantum Annealing langfristig etabliert oder von universelleren Quantencomputern abgelöst wird, bleibt offen.

Kursentwicklung von D-Wave Quantum

Kursentwicklung von D-Wave Quantum Zeitraum: 08.08.2022 bis 10.02.206
Kursentwicklung von D-Wave Quantum Zeitraum: 08.08.2022 bis 10.02.206

Zeitraum: 08.08.2022 (Public Listing) bis 10.02.206

Hinweis: Hierbei handelt es sich um keine Anlageempfehlung. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

Quelle: Consorsbank

Allen drei Unternehmen ist gemeinsam, dass sie hohe Investitionen in Forschung, Entwicklung und Betrieb stemmen müssen, während die Umsätze bislang gering ausfallen und Verluste entstehen. Der Weg zur breiten Kommerzialisierung ist lang und potenziell mit technologischen Rückschlägen verbunden. Für Anlegerinnen und Anleger könnte das bedeuten: Investitionen in reine Quantencomputer-Aktien setzen derzeit nicht auf bestehende Geschäftsmodelle, sondern auf zukünftige technologische Durchbrüche. Sie sind daher risikoreich und erfordern einen langen Atem.