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Chinas KI-Offensive: Warum China-Tech einen Platz im Portfolio haben sollte

Key Messages:

  • Chinas Technologiesektor koppelt sich zunehmend von der kriselnden Gesamtwirtschaft ab und bietet Zugang zu KI-Modellen auf Augenhöhe mit führenden US-Wettbewerbern, bei einem gleichzeitigen Bewertungsabschlag.
  • Durch staatliche Initiativen wie „AI +“ wandert künstliche Intelligenz in China direkt in die reale Wertschöpfung, von der automatisierten Smart Factory bis hin zu Elektromobilität.
  • Für Privatanleger eröffnet China-Tech eine spannende Diversifikationschance abseits von US-Tech. Über spezialisierte ETFs lässt sich diese Chance je nach Risikoprofil umsetzen.
Sterne auf dunkelblauer Europa-Fahne

1. Im Schatten der US-Giganten: Warum Chinas KI-Offensive jetzt zur Chance wird

Während die weltweite Aufmerksamkeit im Bereich der künstlichen Intelligenz primär auf US-amerikanische Technologiegiganten gerichtet ist, eröffnet sich im Schatten dieses Trends eine spannende Anlagechance in China-Tech. Während westliche Technologiewerte nach jahrelanger Rallye auf historischen Bewertungsniveaus notieren, bieten chinesische Technologiewerte ähnlich performante Modelle mit einem massivem Bewertungsabschlag (letzter Abruf 31.08.2026 – Quelle „Kevin Duffy: Chinas stiller Aufstieg zur Innovationsmacht“).
Grafik mit einem Balkendiagramm zum Strombedarf des US Datencenter (in GW) und einer Kurve, die das jährliche Wachstum in Prozent zeigt.
Grafik mit einem Balkendiagramm zum Strombedarf des US Datencenter (in GW) und einer Kurve, die das jährliche Wachstum in Prozent zeigt.

Vergangene Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.

(letzter Abruf 28.08.2026 – Quelle „The 2026 AI Index Report“).

 

Die neueste Generation chinesischer KI-Modelle, allen voran Architekturen wie DeepSeek-V3 oder Alibabas Qwen-Serie, hat den Leistungsabstand zu amerikanischen Spitzenmodellen auf unter drei Prozent verringert (letzter Abruf 28.08.2026 – Quelle „The 2026 AI Index Report“). Der strategische Vorteil chinesischer Anbieter liegt in einer starken Kostenunterbietung. Das finale Training führender chinesischer Modelle wurde mit einem Budget von rund 5,5 bis 5,6 Millionen US-Dollar realisiert, was einem Bruchteil der geschätzten Entwicklungskosten amerikanischer Vergleichsmodelle von über 100 Millionen US-Dollar entspricht. Durch Architekturinnovationen fallen die Kosten pro erzeugte Antwort der LLm's (engl. Large Language Models: KI-Sprachmodelle, die wir eine hochkomplexe Autovervollständigung Wort für Wort berechnen) bei chinesischen Modellen ebenfalls um bis zu 90 Prozent niedriger aus als der amerikanischen Konkurrenten. (letzter Abruf 31.08.2026 – Quelle „DeepSeek-V3 Technical Report“ & letzter Abruf 28.08.2026 – Quelle „The 2026 AI Index Report“).

Diese bereits attraktive Ausgangssituation wird durch staatliche Investitionen und Initiativen wie den „AI Plus“ Aktionsplan weiter unterstützt. Diese strategische Leitlinie zielt darauf ab, künstliche Intelligenz flächendeckend mit der Realwirtschaft zu verzahnen, die Inkubation sogenannter „AI-native“ Unternehmen voranzutreiben und KI von einer reinen Softwareanwendung in ein tiefgreifendes industrielles Wertschöpfungsinstrument zu überführen (letzter Abruf 31.08.2026 – Quelle „China Approves „AI +“ Action Plan to Drive Industrial Integration“). Mit mehr als 40 Prozent der weltweiten 5G-Anschlüsse besitzt China bereits über das am weitesten ausgebautes digitales Nervensystem der Welt (letzter Abruf 31.08.2026 – Quelle „The Mobile Economy China 2026“). Ziel ist es nicht, bloße Chatbots zu betreiben, sondern KI flächendeckend und kosteneffizient in die Schlüsselindustrien zu integrieren, dies von der automatisierten Smart-Factory über die weltweit führende Elektrofahrzeug-Industrie bis hin zur Robotik (letzter Abruf 31.08.2026 – Quelle „China Approves „AI +“ Action Plan to Drive Industrial Integration“).  

Für Anleger ist dieser Markt jedoch mit einem Blick durch die Lupe zu betrachten, da eine pauschale Wette auf China zu kurz greift. Da die Gesamtwirtschaft weiter unter einer anhaltenden Immobilienkrise mit rückläufigen Entwicklungsinvestitionen und gedämpfter Binnennachfrage leidet, hat sich der Tech-Sektor fundamental von dieser Entwicklung abgekoppelt. Breiter aufgestellte Standardindizes wie der MSCI China hinken in ihrer Performance seit Jahresanfang hinterher, da sie mit der leidenden Finanz- und Immobilientiteln beladen sind. Der reine Technologiesektor glänzt dagegen als Ausnahme mit Innovationsführerschaft, globaler Hardware-Nachfrage und steigender Profitabilität, somit ein möglicher Diversifikationsbaustein für ein Portfolio (letzter Abruf 31.08.2026 – Quelle „China’s Emerging Economic Engine“).

 

2. China im Portfolio: Vier Indizes im Überblick

Für die gezielte Abbildung dieses Wachstumssegments stehen Anlegern unterschiedliche Indizes zur Verfügung. Nachfolgend stellen wir beispielhaft 4 dieser Indizes vor, jedoch sollten Anleger zunächst die Unterschiede zwischen On-shore- und Off-shore-Märkten verstehen, um in diese Indizes zu investieren.

  • On-shore (A-Aktien): Als China A-Aktien bezeichnet man die Aktien von Unternehmen mit Hauptsitz auf dem chinesischen Festland, die an den Börsen in Shanghai oder Shenzen gehandelt werden. Früher waren diese Märkte für ausländische Anleger verschlossen. Heute hingegen erwerben europäische UCITS-ETFs diese Titel physisch ganz ohne Mehraufwand für den Anleger (letzter Abruf 21.08.2026 – Quelle „Geldanlage: Vier ETFs, mit denen Anleger in China investieren können“).
  • Off-shore (H-Aktien): Diese Unternehmen haben ihren Sitz auf dem chinesischen Festland, lassen ihre Aktien aber über die Hongkonger Börse listen. Internationale Anleger können sie somit problemlos und ohne besondere Auflagen handeln, genau andere international Aktien (letzter Abruf 21.08.2026 – Quelle „Geldanlage: Vier ETFs, mit denen Anleger in China investieren können“).

 

SSE STAR 50 Index: Das wachstumsorientierte Hard-Tech-Play

Der SSE Science and Technology Innovation Board 50 Index (kurz STAR 50), gilt als das chinesische Äquivalent zur US-Technologiebörse Nasdaq. Der Index bündelt die 50 einflussreichsten Technologienkonzerne des Handelssegments STAR Market an der Börse Shanghai und eröffnet Anlegern direkten Zugang zu chinesischen On-shore A-Aktien. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf physischer High-Tech („Hard Tech“). Fast die Hälfte des Indexgewichts entfällt auf die heimische Halbleiter- und Chipindustrie, allen voran Auftragsfertiger, wie die Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC), sowie spezialisierte integrierte Schaltkreis Designhäuser. Ergänzt wird das Portfolio durch Produzenten von Hardware-Infrastruktur, Optoelektronik und industrieller Steuerungssoftware (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „SSE Science and Technology Innovation Board 50 Index 000688“ & letzter Abruf 27.08.2026 – Quelle „Shanghai’s answer to Nasdaq outstrips Hong Kong amid Chinese tech frenzy“).
Grafik zur Werteentwicklung von UxC Uranium U308, wöchentlicher Spot Price von Januar 2017 bis Januar 2026
Grafik zur Werteentwicklung von UxC Uranium U308, wöchentlicher Spot Price von Januar 2017 bis Januar 2026
(letzter Abruf 04.09.2026 – Quelle Bloomberg)
Einen ETF auf diesen Index bietet in Europa beispielsweise der Anbieter KraneShares mit dem KraneShares ICBCUBS China Technology & Semiconductor STAR 50 Index UCITS ETF (ISIN: IE00BKPJY434) an, dieser bildet den Index physisch (vollständige Replikation) nach. Der Fonds verwaltet ein Volumen von 65 Millionen Euro, was ein eher kleines Fondsvolumen darstellt. (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „KraneShares ICBCUBS China Technology & Semiconductor STAR 50 Index UCITS ETF“).

Vergangene Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
 

(letzter Abruf 04.09.2026 – Quelle Bloomberg).

Nach schwächeren Phasen verzeichnet der STAR 50 im laufenden Jahr eine starke Erholungsbewegung und liegt seit Jahresbeginn rund 25 % im Plus (Stand bei Veröffentlichung des Artikels). Getrieben wird die Entwicklung von Chinas staatlich forcierter Initiative zur technologischen Autonomie. Aufgrund von amerikanischen Exportrestriktionen auf Hochleistungschips weichen heimische Firmen verstärkt auf lokale Chip-Hersteller aus, was den im Index enthaltenen Halbleitertiteln volle Auftragsbücher beschert (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „How China Caught Up on AI – and May Now Win the Future“). Aufgrund der starken Fokussierung auf hochspezialisierte Wachstumswerte weist der ETF jedoch auch überdurchschnittliche Kursschwankungen auf und eignet sich somit vor allem als Beimischung (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „KraneShares ICBCUBS China Technology & Semiconductor STAR 50 Index UCITS ETF“).

 

ChiNext50 Index: Das dynamische Innovations-Play

Ein weiteres dynamisches Festland-Segment bildet der ChiNext-Markt an der Börse Shenzhen ab. Über die fokussierte Variante, den ChiNext 50 Index, können Anleger ebenfalls in rein chinesische On-shore A-Aktien investieren. Die Branchenstruktur unterscheidet sich jedoch grundlegend vom STAR 50. Während Informationstechnologiewerte rund um die Hälfte des Indexes ausmachen, liegt der Schwerpunkt auf Anbietern optischer Kommunikationsmodule und Transceiver. Diese Unternehmen liefern die kritischen Schnittstellen, die weltweit für die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung in KI-Rechenzentren verbaut werden. Den zweiten großen Pfeiler bilden CleanTech-Größen wie der weltweit führende Batterieproduzent CATL oder der Wechselrichter Spezialist Sungrow Power (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „Invesco ChiNext 50 UCITS ETF Acc“ & letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „Invesco bucks trend with launch of first European ChiNext 50 ETF“).

(letzter Abruf 04.09.2026 – Quelle Bloomberg)

 

Für Anleger ist dieser Index in Europa über den Invesco ChiNext 50 UCITS ETF (ISIN: IE000AWRDWI7) zugänglich, welcher den Index physisch (vollständige Replikation) nachbildet. Mit einem verwalteten Vermögen von mittlerweile rund 280 Millionen US-Dollar hat sich der erst im Juni 2024 aufgelegte ETF rasch am Markt etabliert (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „Invesco ChiNext 50 UCITS ETF Acc“).

Vergangene Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
 

(letzter Abruf 04.09.2026 – Quelle Bloomberg).

Der ChiNext50 liegt im bisherigen Jahresverlauf bereits 6 % im Plus (Stand bei Veröffentlichung des Artikels), während er in den vergangenen 12 Monaten sogar einen Kurszuwachs von mehr als 29 % verzeichnet. Haupttreiber hierfür ist der globale Boom bei KI-Hardwarekomponenten. Allerdings zeigt die Einordnung in die Risikoklasse 6 von 7, dass Anleger mit hoher Volatilität rechnen müssen. (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „Invesco Basisinformationsblatt“ & letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „Bloomberg“).

 

Hang Seng TECH Index: Der Plattform- und Software-Allrounder

Speziell auf die großen Digital- und Softwarekonzerne zielt der Hang Seng TECH Index ab. Er beinhaltet die 30 größten Technologieunternehmen, die an der Börse in Hongkong notiert sind. Damit erwerben Anleger exklusiv Off-shore Aktien, die sich durch hohe Liquidität und international Transparenzstandards auszeichnen. Der Index wird von drei Schwerpunkten beherrscht. E-Commerce und Konsumplattformen machen ca. 40 % des Indexes aus mit Alibaba, Meituan und JD.com, SocialMedia, Gaming und Online-Entertainment machen ca. 26 % aus mit unter anderem Tencent und NetEase, sowie Hardware- und Cloud-Anbieter wie Xiaomi und Lenovo (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „HSBC HANG SENG TECH UCITS ETF“ & Abruf 21.08.2026 – Quelle „Geldanlage: Vier ETFs, mit denen Anleger in China investieren können“).

(letzter Abruf 04.09.2026 – Quelle Bloomberg)

 

Der gängigste Vertreter für europäische Investoren ist der HSBC Hang Seng Tech UCITS ETF (ISIN: IE00BMWXKN31) der den Index physisch (vollständige Replikation) nachbildet. Mit einem verwalteten Vermögen von knapp 1,2 Milliarden Euro gehört er zu den größten China-Tech-ETFs am Markt (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „HSBC HANG SENG TECH UCITS ETF“).

Vergangene Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
 

(letzter Abruf 04.09.2026 – Quelle Bloomberg).

Im laufenden Jahr verzeichnet der Hang Seng Tech eine Konsolidierungsphase und liegt etwa 16 % im Minus (Stand bei Veröffentlichung des Artikels). Ursache ist ein Stimmungsumschwung, nachdem KI-Modelle wie DeepSeek zu Jahresbeginn Euphorie auslösten, rückten zuletzt hohe Investitionskosten in Rechenzentren, Preiskämpfe unter KI-Anbietern und die verhaltenen Konsumneigung der chinesischen Haushalte in den Fokus. Fundamental stehen die Plattformgiganten dank robuster Margen und der Integration eigener KI-Sprachmodelle in ihre Cloud-Sparten solide da. Für Anleger bleibt der ETF ein verlässlicher und defensiverer Tech-Core-Baustein für das chinesische Internetökosystem (letzter Abruf 28.08.2026 – Quelle „How China gets better bang for ist buck than America in AI“ & letzter Abruf 21.08.2026 – Quelle „Geldanlage: Vier ETFs, mit denen Anleger in China investieren können“).

 

CSI 300 Index: Der breite Basis-Allrounder mit Tech-Anker

Der bekannteste Leitindex für die chinesischen Festlandbörsen ist der CSI 300. Er eröffnet den Zugang zu den 300 größten und liquidesten A-Aktien-Konzernen, welche in Shanghai und Shenzhen gelistet sind. Seine Entwicklung hängt eng mit der breiten Binnenwirtschaft, der Kreditvergabe und der Industriepolitik in China zusammen. Neben klassischen Sektoren wie Finanzen und Konsum enthält der Index einen substanziellen High-Tech- und Industrieanker von rund 37 %. Dazu gehört unter anderem der Batteriehersteller CATL als eine der größten Einzelpositionen (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „Xtrackers CSI 300 Swap UCITS ETF 1C“ & letzter Abruf 21.08.2026 – Quelle „Geldanlage: Vier ETFs, mit denen Anleger in China investieren können“).
(letzter Abruf 04.09.2026 – Quelle „Xtrackers CSI 300 Swap UCITS ETF 1C“).
Einen ETF auf diesen Index bietet beispielsweise DWS mit seiner Marke Xtrackers an, den Xtrackers CSI 300 Swap UCITS ETF (ISIN: LU0779800910), welcher den Index synthetisch über eine indirekte Replikation mittels Swap nachbildet. Mit einem Fondsvolumen von gut 1,7 Milliarden Euro zählt er zu den größten China-ETFs überhaupt (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „Xtrackers CSI 300 Swap UCITS ETF 1C“).

Vergangene Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
 

(letzter Abruf 04.09.2026 – Quelle Bloomberg).

In diesem Jahr zeigt sich der CSI 300 stetig und liegt rund 7 % im Plus (Stand bei Veröffentlichung des Artikels), trotz der Immobilienkrise in China. Dies liegt an der soliden Entwicklung der im Index enthaltenen Industrie- und Technologiegrößen sowie an staatlichen Stimulus Maßnahmen. Nicht enthalten im SCI 300 sind hingegen reine Offshore-Giganten wie Alibaba oder Tencent. Für Anleger fungiert der CSI 300 als defensiver, breit diversifizierte Variante in China-Tech zu investieren (letzter Abruf 03.09.2026 – Quelle „Xtrackers CSI 300 Swap UCITS ETF 1C“ & letzter Abruf 21.08.2026 – Quelle „Geldanlage: Vier ETFs, mit denen Anleger in China investieren können“).

 

3. Fazit & Mögliche Strategien

Der chinesische Technologiesektor eröffnet Anlegern attraktive Chancen, weitgehend unabhängig von den aktuellen Problemen der chinesischen Gesamtwirtschaft und als günstiger bewertete Alternative zu den US-Pendants. Die Kombination aus besonders effizienter  KI-Entwicklung und dem gezielten Aufbau eines umfassenden KI-Ökosystems macht den chinesischen Tech-Sektor langfristig attraktiv. Somit kann China-Tech eine interessante Ergänzung für ein bereits differenziertes Portfolio darstellen. Jedoch sollten sich Anleger auch der anhaltenden geopolitischen Risiken und regulatorischen Unsicherheiten in China bewusst sein, die weiterhin zu einer erhöhten Volatilität führen können.   (letzter Abruf 31.08.2026 – Quelle „China’s Emerging Economic Engine“ & letzter Abruf 31.08.2026 – Quelle „China Approves „AI +“ Action Plan to Drive Industrial Integration“).  

Für die Portfolioallokation kommt ein gestuftes Vorgehen in Betracht: Anleger nutzen den CSI 300 als breit diversifizierte Basiskomponente. Wer gezielt den Aufstieg der chinesischen Plattform- und Internetgiganten abbilden möchte, kann den Hang Seng TECH Index wählen. Risikobewusste Investoren, die direkt von Chinas Streben nach technologischer Autonomie und der weltweiten Nachfrage nach KI profitieren wollen, ergänzen ihr Depot um den STAR 50 oder den ChiNext als renditestarke Beimischung für das Portfolio.

 

Beispielhafte Produkte zur Anlage in China-Tech

Anleger, die diesem Anlagetrend folgen möchten, können aus einer Bandbreite unterschiedlicher Produkte wählen. Passiv verwaltete Fonds (ETFs) bieten dem Anleger vor allem eine kostengünstige Möglichkeit. Die Zusammensetzung bezieht sich auf die zugrundeliegende Benchmark. Aktiv verwaltete Fonds hingegen unterscheiden sich bewusst in der Allokation und passen diese regelmäßig an. Je nach Marktphase bzw. Marktzyklus können Aktien sich unterschiedlich entwickeln, worauf das Fondsmanagement entsprechend reagieren kann. Generell richtet sich jedoch ein Investment in Aktien an den dynamischen Anleger. Aktien weisen eine hohe Schwankungsbreite auf und daher sind hohe Kursverluste möglich.

Wichtig: Die folgenden Anlageprodukte stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar.

KraneShares ICBCUBS China Technology & Semiconductor STAR 50 Index UCITS ETF (ISIN: IE00BKPJY434) 

Der KraneShares ICBCUBS China Technology & Semiconductor STAR 50 Index UCITS ETF bildet den SSE Science and Technology Innovation Board 50 Index physisch (vollständige Replikation) nach und bietet gezielten Zugang zu den 50 führenden an der Börse Shanghai notierten On-shore A-Aktien Chinas. Mit einem dominierenden Sektoranteil von über 90 Prozent in der Informationstechnologie liegt der Fokus auf Chinas Halbleiter-, Chipdesign- und Hardware-Infrastruktur, angeführt von spezialisierten Technologieführern wie Cambricon Technologies, Advanced Micro-Fabrication (AMEC), Hygon Information Technology und Montage Technology. Mit einem Gesamtfondsvolmen von 65 Millionen US-Dollar agiert der Fonds als fokussiertes Spezialitäten-Play für das chinesische Streben nach technologischer Halbleiter-Autonomie. Bei der Euro-Anteilsklasse mit der ISIN IE00BKPJY434 handelt es sich um einen thesaurierenden Fonds, wodurch Dividendenerträge automatisch wiederangelegt werden und den Zinseszinseffekt unterstützen. Die TER liegt bei 0,82 % p. a.

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Invesco ChiNext 50 UCITS ETF (ISIN: IE000AWRDWI7)

Der Invesco ChiNext 50 UCITS ETF Acc bildet den ChiNext 50 Capped Index physisch nach und bietet gezielten Zugang zu den 50 größten und liquidesten an der Festlandbörse Shenzhen notierten On-shore A-Aktien Chinas. Eine Einzeltitelobergrenze von maximal 8 Prozent (sowie ein Maximalanteil von 38 Prozent für alle Titel mit einem Einzelgewicht über 4,5 Prozent) verhindert ein übermäßiges Übergewicht einzelner Konzerne und sorgt für eine fokussierte Streuung über Informationstechnologie, CleanTech und Industrie, wodurch Klumpenrisiken durch Schwergewichte wie CATL oder Eoptolink effektiv abgefedert werden. Mit einem Fondsvolumen von rund 235 Millionen US-Dollar (umgerechnet ca. 215 Millionen Euro) hat sich der im Juni 2024 aufgelegte Fonds rasch als liquide Anlaufstelle für chinesische Wachstumswerte etabliert. Bei der Tranche mit der ISIN IE000AWRDWI7 (an Xetra in Euro unter dem Ticker CNFY handelbar) handelt es sich um einen thesaurierenden Fonds, wodurch Dividendenerträge automatisch wiederangelegt werden und den Zinseszinseffekt unterstützen. Die TER liegt bei 0,49 Prozent p. a.

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HSBC Hang Seng Tech UCITS ETF (ISIN: IE00BMWXKN31)

Der HSBC Hang Seng Tech UCITS ETF (Dist) bildet den Hang Seng TECH Index physisch (vollständige Replikation) nach und bietet gezielt Zugang zu den 30 größten an der Börse Hongkong notierten Technologie- und Digitalunternehmen Chinas. Eine Einzeltitelobergrenze von maximal 8 Prozent verhindert ein übermäßiges Übergewicht einzelner Konzerne und federt Klumpenrisiken durch Schwergewichte wie Tencent, Alibaba oder Meituan ab. Mit einem Fondsvolumen von rund 10,5 Milliarden HKD (umgerechnet ca. 1,2 Milliarden Euro) zählt er zu den mit Abstand größten und liquidesten ETFs in diesem Segment. Bei der Tranche mit der ISIN IE00BMWXKN31 handelt es sich um einen thesaurierenden Fonds, wodurch Dividendenerträge automatisch wiederangelegt werden und den Zinseszinseffekt unterstützen. Die TER liegt bei 0,5 Prozent p. a.

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Xtrackers CSI300 Swap UCITS ETF (ISIN: LU0779800910)

Der Xtrackers CSI300 Swap UCITS ETF 1C bildet den CSI 300 Index synthetisch (über eine indirekte Replikation mittels Swaps) nach und bietet gezielten Zugang zu den 300 größten und liquidesten an den Festlandbörsen Shanghai und Shenzhen notierten On-shore A-Aktien Chinas. Die Gewichtung erfolgt nach streubesitzbereinigter Marktkapitalisierung und sorgt für eine breite Streuung über Industrie, Technologie, Finanzen und Konsumgüter, wodurch Klumpenrisiken im Vergleich zu reinen Sektor-ETFs effektiv abgefedert werden. Mit einem Fondsvolumen von rund 1,96 Milliarden US-Dollar (umgerechnet ca. 1,77 Milliarden Euro) zählt er zu den mit Abstand größten und liquidesten China-ETFs überhaupt. Bei der Tranche mit der ISIN LU0779800910 handelt es sich um einen thesaurierenden Fonds (Anteilsklasse 1C), wodurch Dividendenerträge automatisch wiederangelegt werden und den Zinseszinseffekt unterstützen. Die TER liegt bei 0,5 Prozent p. a.

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