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Die große Ausschüttung

Die Dividende ist eine vielfach unterschätzte Form beim Investieren. Nun beginnt die diesjährige Dividendensaison. Was Anlegerinnen und Anleger wissen sollten.

Veröffentlichung: Consorsbank 06.04.2021

Lesezeit: 5 Minuten

3 Facts

  • Firmen aus Dax, MDax- und Tec-Dax schütten 2021 rund 40 Milliarden Euro aus.
  • Die Dividendenrendite liegt bei Dax-Aktien bei rund drei Prozent.
  • Für Dividenden fällt Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent an.
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Die Unternehmen schütten diese Jahr im Schnitt 60 Prozent ihres Gewinns aus.

Endlich Frühling, denken viele Anleger, die Dividendensaison beginnt. Zwar gibt es einige Unternehmen, die bereits in den ersten Monaten des Jahres Dividende an ihre Aktionäre überweisen. Hierbei handelt es sich um Aktiengesellschaften, deren Geschäftsjahr nicht am 31. Dezember endet, sondern am 30. September. Das Gros der Unternehmen erfreut die Anteilseigner aber in den Monaten April bis Juni mit Dividendenzahlungen.

Es mag aufregender sein, auf spektakuläre Kursgewinne zu schielen. Dennoch lohnt es sich, die Gewinnausschüttungen genauer zu betrachten. Sie bescheren regelmäßige Zahlungen und auch eine gewisse Planungssicherheit. Allerdings sollten Anleger nicht nur die aktuelle Dividende einer Aktie im Auge behalten, sondern auch einige andere wichtige Gesichtspunkte beachten.

Erst mal grundsätzlich: Wann erhalte ich eine Dividende?

Zunächst muss man mit einer Mär aufräumen: Ein verbreiteter Irrtum ist, man müsste eine Aktie ein ganzes Jahr besitzen, um den vollen Ausschüttungsbetrag zu bekommen. Richtig ist: Um die Dividende zu kassieren, sind keine bestimmten Haltefristen notwendig. Die Aktie muss lediglich am Tag der Hauptversammlung (HV) im Depot eingebucht sein, damit Anleger den vollen Dividendenanspruch geltend machen können. In Deutschland wird üblicherweise ein Mal im Jahr eine Dividende ausgeschüttet, in anderen Ländern sind durchaus mehrmalige, etwa Halbjahres- oder Quartalszahlungen üblich. Bei deutschen Aktiengesellschaften erfolgt die Auszahlung der Dividende in der Regel am dritten Geschäftstag nach der Hauptversammlung. Auch interessant: Es gibt auch Sparplananteile, ETFs und Fonds, die Dividende zahlen. Zum Beispiel iShares DivDAX® UCITS ETF (DE) (WKN 263527) und Lyxor DivDAX (DR) UCITS ETF (WKN ETF003), die auf die stärksten Dividendenzahler im Dax fokussiert sind.

Ganz aktuell: Wie fällt die Dividendensaison 2021 aus?

Die Turbulenzen der Wirtschaft durch die Corona-Pandemie zeigen sich auch bei den Dividenden. Während die Kurse zumeist steigen und steigen, sinken die Gewinnausschüttungen – wenn auch nicht so stark wie im 2020. Nach aktuellen Schätzungen von Analysten dürften die Unternehmen, die im Dax, im MDax und im TecDax notiert sind, 2021 für das abgelaufene Geschäftsjahr insgesamt 40 Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten. Das sind nur drei Prozent weniger als im Jahr davor. Im Vorjahr hatten die Firmen vor dem Hintergrund der Corona-Krise die Dividenden um durchschnittlich 16 Prozent gekürzt. Für die Dax-Unternehmen ergibt sich trotz gestiegener Kurse immerhin noch eine durchschnittliche Dividendenrendite von rund drei Prozent.


Das kann sich im Vergleich zu Null- oder sogar Negativzinsen bei Staatsanleihen durchaus sehen lassen. Rund 75 Prozent der Ausschüttungen kommen aus den Bereichen Chemie, Versicherung, Industrie, Gesundheit, Auto und Telekom. Spitzenreiter sollte mit einem Ausschüttungsvolumen von ca. vier Milliarden Euro erneut die Allianz sein (Dividende pro Aktie: 9,60 Euro), gefolgt – mit je 2,8 Milliarden Euro – von BASF (3,40 Euro), Deutscher Telekom (0,60 Euro) und Siemens (3,50 Euro).

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Allianz schüttet von allen Dax-Konzernen am meisten aus: 4 Milliarden Euro.

Ist Dividende wirklich der neue Zins?

Gerade in der heutigen Zeit extrem niedriger und mitunter sogar negativer Zinsen für Geldanlagen heißt es oft: „Die Dividende ist der neue Zins.“ Damit ist gemeint, dass es viele Aktien gibt, die ihren Besitzern eine Rendite liefern, von der diejenigen, die auf Anleihen oder Festgeld setzen, nur träumen können. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass eine Dividende kein Zins ist. Leistet ein Unternehmen – etwa für eine von ihm begebene Anleihe – eine Zinszahlung, hat das in der Regel keinen Einfluss auf den Aktienkurs. Und: Die Zinszahlung bleibt über die Laufzeit der Anleihe unverändert.


Dagegen ist es keineswegs ungewöhnlich, dass Dividenden im Zeitablauf schwanken, mitunter sogar stark. Denn die Dividende ist eine Gewinnausschüttung, also abhängig von der Höhe des Firmengewinns. Fällt dieser, gibt es weniger Geld, das ausgeschüttet werden kann. Aber natürlich gibt es auch Firmen wie Amazon, die auch bei Gewinn keine Dividende zahlen. Unternehmen sind zur Zahlung nicht verpflichtet. Gewinne werden in diesen Fällen beispielsweise für Investitionen oder zur Bildung von Rücklagen verwendet.


Eine hohe Dividende heute ist also keine Garantie für eine hohe Ausschüttung in der Zukunft. Ebenso schließt eine niedrige Dividende heute eine künftig höhere keineswegs aus. Zudem hat die Dividendenzahlung Einfluss auf den Aktienkurs. Am Tag nach der Auszahlung sinkt der Kurs um etwa den Betrag der Dividende. Dieser sogenannte Dividendenabschlag beruht darauf, dass die Aktie ohne den Dividendenanspruch entsprechend weniger wert ist als mit. Oft wird der Dividendenabschlag aber innerhalb kurzer Zeit wieder aufgeholt. Für Anleger, die sich als Dividendenjäger betrachten, sind Unternehmen besonders attraktiv, die über viele Jahre hinweg eine konstant hohe und eventuell sogar steigende Dividende zahlen – im Fachjargon Dividendenaristokraten genannt.

Was muss ich steuerlich beachten?

Dividenden gelten steuerlich als Kapitaleinkünfte. Für diese gibt es Freibeträge von 801 Euro für Alleinstehende bzw. 1.602 Euro für Ehepaare (oder zusammen veranlagte Personen). Erhalten Anleger Dividenden über den Freibetrag hinaus, müssen sie darauf Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zahlen. Auf diese 25 Prozent werden 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag gerechnet, was zusammen einen Steuersatz von 26,375 Prozent ergibt. Für Kirchensteuerpflichtige kommen – je nach Bundesland – bis zu neun Prozent Kirchensteuer hinzu, sodass im Extremfall 27,99 Prozent von der Dividende abgezogen werden.

 

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