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Cannabis-Aktien: Jetzt noch abwarten oder handeln?

Hype mit dem High, Investment in die Zukunft oder zu hohes Risiko? Die Cannabis-Branche boomt. Sollten Anleger jetzt investieren oder lieber warten?

Veröffentlichung: Consorsbank 19.03.2021 
Lesezeit: 4 Minuten

3 Facts

  • Der neue US-Präsident nährt Hoffnung auf Liberalisierung.
  • Durch eine Fusion entsteht in Kanada weltgrößter Cannabis-Produzent.
  • Medizinisches Cannabis ist vor allem in Deutschland der Wachstumstreiber.
Getrocknete Hanfpflanze

Mehr als zwei Drittel aller US-Amerikaner sprechen sich für eine komplette Legalisierung von Marihuana aus.

Das Geschäft mit Cannabis ist alles andere als eine entspannte Angelegenheit. Aufgrund der zunehmenden Legalisierung, gerade in Nordamerika, geht es mit der Branche seit Jahren stetig bergauf und Anleger haben sich geradezu in einen grünen Rausch investiert. Dennoch sind Einzelwerte teils großen Schwankungen unterworfen, da der Markt – trotz so mancher Konsolidierung – noch immer einige naturgemäße Risiken birgt. Hierzu zählen nach wie vor unklare Gesetzeslagen sowie Fragen nach Besteuerung und anhaltender Nachfrage.

Zusätzliche Volatilität bringen sich im Internet abstimmende Kleinanleger, die erst in den letzten Wochen für einige drastische und unvorhersehbare Kurssprünge gesorgt haben. Innerhalb weniger Tage vervielfachte sich der Wert einiger Unternehmen, nur um kurz darauf wieder abzustürzen. 

Ziel war unter anderem die kanadische Firma Tilray, ein Hersteller von medizinischen Cannabis-Produkten. Tilray ist aber trotzdem einen zweiten Blick wert, vor allem wegen der anstehenden Fusion mit dem Konkurrenten Aphria, die im zweiten Quartal 2021 vollzogen werden soll. Aus dem Zusammenschluss würde bei einem gemeinsamen Umsatz von mehr als 560 Millionen Euro der weltweit größte Cannabisproduzent hervorgehen. Auch heute operieren die beiden Unternehmen schon in Deutschland und Europa. Aufgrund bürokratischer Hürden sind die anvisierten Zahlen hier jedoch niedriger als erhofft ausgefallen. In jedem Fall könnte es sich lohnen, abzuwarten, bis die Hobby-Trader ihre Aufmerksamkeit wieder abwenden.

 

 

Einzelwerte sind noch starken Schwankungen unterworfen.
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Der legale Marihuana-Markt könnte bis 2027 mehr als 73 Milliarden US-Dollar wert sein.

Ausgerechnet ein alter weißer Mann macht der jungen Cannabis-Branche Hoffnung auf eine strahlende Zukunft. Mit der Wahl von Joe Biden zum US-Präsidenten stehen die Weichen tendenziell auf Lockerung. Konkret geht es um den sogenannten More Act, ein Gesetz, das für eine Entkriminalisierung auf US-Bundesebene sorgen soll und das momentan zur Abstimmung im Senat steht. Passiert das Gesetz die zweite Kammer, verspricht das mehr Planbarkeit und dementsprechend Wachstumspotential für die Branche.

Einer Studie des Marktforschungsunternehmens Grand View Research zufolge, könnte der globale Markt mit legalem Marihuana bis ins Jahr 2027 mehr als 73 Milliarden US-Dollar wert sein. Es gibt auch noch andere Kennzahlen, die besagen, dass es sich hier um eine Branche handelt, die trotz eines gewissen Hypes durchaus nachhaltige Substanz besitzt. So sprechen sich etwa mehr als zwei Drittel aller US-Amerikaner für eine komplette Legalisierung von Marihuana aus. Studien zufolge sind mehr als 50 Millionen Menschen in den USA regelmäßige Konsumenten. 

Um noch mehr Wachstum zu erzielen, dringen die klassischen Cannabis-Firmen aber auch zunehmend in den Convenience- und Wellness-Markt vor. So entwickelt das kanadische Unternehmen Canopy Growth etwa THC-haltige Softdrinks und kooperiert dafür mit dem globalen Getränke-Riesen Constellation Brands. Andere Firmen wie etwa Christina Lake Cannabis und Taat Lifestyle arbeiten offiziell zusammen, um eine nikotin- und tabakfreie Zigarettenalternative im Markt zu etablieren. In Deutschland mehren sich zwar die Stimmen, die eine Legalisierung fordern, allerdings ist hierzulande vor allem medizinisches Cannabis der Wachstumstreiber. Laut Statistik der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist die Zahl der Verordnungen 2019 um 44 Prozent gestiegen, 2020 dürfte der Zuwachs bei rund 20 Prozent liegen. Die Krankenkassen hätten damit rund 150 Millionen Euro brutto für Cannabis als Medizin ausgegeben. 

Für den auf Sicherheit erpichten Einzelinvestor könnte der Markt trotz allem zu volatil wirken. Mehr Kontrolle versprechen dagegen diverse Cannabis-ETFs. Viele der Indexfonds weisen auch über einen mittelfristigen Zeitraum ein stabileres Wachstum auf. Für vorsichtige Gemüter empfiehlt sich daher auch hier der Fokus auf den besser planbaren medizinischen Aspekt der Branche.

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