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Der Consorsbank Kundenseismograph 4. Quartal 2022

Trübe Monate liegen voraus

Was bringt die Zukunft? Eine Antwort auf diese Frage fällt einem aktuell schwerer denn je. Stehe ich mit meinem pessimistischen oder vielleicht auch optimistischen Ausblick alleine da? Was denken die anderen privaten Anleger über die weitere Entwicklung der Wirtschaft und der Börse? Der Consorsbank Kundenseismograph zeigt die Stimmung und hilft bei der Einordnung der eigenen Perspektive.

Auf Sicht der kommenden zwölf Monate besteht aus der Perspektive der privaten Investoren demnach wenig Hoffnung auf steigende Kurse und eine brummende Wirtschaft. Inflation, eine drohende Rezession und die politisch instabile Lage verursachen vielmehr tiefe Sorgenfalten. 78 Prozent der im Rahmen des Kundenseismographen befragten Kunden der Consorsbank rechnen mit einem sinkenden bzw. stark sinkenden Wirtschaftswachstum in Deutschland. Bezogen auf die Weltwirtschaft gehen mit 81 Prozent sogar noch etwas mehr von einem Abschwung aus. Im Vorquartal hatte der Anteil der Pessimisten noch bei rund zwei Dritteln gelegen. Die Erwartung eines sinkenden BIPs verheißt - wenig überraschend - auch nichts Gutes für die Börsen. Mehr als 60 Prozent der Anleger erwarten in den kommenden zwölf Monaten sinkende oder gar deutlich sinkende Kurse im Dax und an den weltweiten Märkten. Gegenüber dem 3. Quartal hat sich der Anteil der Pessimisten aber nicht zusätzlich erweitert.

Deutlich nach oben geschnellt ist der Anteil der Befragten, die ein sinkendes persönliches Einkommen erwarten. Lag er im Kundenseismograph im 3. Quartal noch bei 24 Prozent, fiel er in der jüngsten Umfrage 9 Prozentpunkte höher aus. Auch beim Ausblick auf die Arbeitslosigkeit nahm der Anteil der Anleger zu, die von einem Anstieg ausgehen. Er kletterte von 55 auf nun 62 Prozent.

Die Erwartungen der Anleger

 Kundenseismorgraph Erwartungen der Anleger

Hinweis: Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Der Stimmungsindikator

Der Stimmungsindikator zeigt die Differenz der Anzahl der Investoren mit positivem und negativem Ausblick. Ein positiver Indikatorwert signalisiert demnach, dass mehr Investoren von einer steigenden oder deutlich steigenden Kennzahl ausgehen als von einer sinkenden. Bei fast allen Indikatoren zeigt sich eine massive Eintrübung der Stimmung zum Vorquartal und ein historischer Tiefststand seit Einführung des Kundenseismographen. Die einzige Ausnahme: die Inflation. Hier scheint der Boden bzw. die Decke erreicht zu sein. Bei mittlerweile zweistelligen Teuerungsraten können sich weniger Anleger als im dritten Quartal vorstellen, dass noch eine Steigerung möglich wäre.

Kundenseismograph Stimmungsindikator

Ein steigender Wert bei der Arbeitslosigkeit und bei den Inflationserwartungen ist im Gegenteil zu den anderen ermittelten Kennzahlen ein negatives Signal.

Der Kommentar

„Geopolitische Unsicherheiten, hohe Inflationsraten und ein pessimistischer Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung der kommenden zwölf Monate lässt die Anleger auch bei der Geldanlage zunehmend vorsichtiger werden und führt dazu, dass sie wegen der höheren Zinsen ihr Geld zunehmend auf Konten oder in Festgeldern parken. Aus wissenschaftlicher Sicht wäre die ideale Strategie jetzt auch auf Produkte zu setzen, die einen variablen Zins bieten und auf Titel, die auch bei Inflation real wertstabil sind, um gegen Unsicherheiten bei den Zinsen und der Inflation geschützt zu sein“, sagt Prof. Dr. Steffen Meyer, einer der Entwickler des Kundenseismographen.*

Das kauften unsere Kunden

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Wir zeigen Ihnen nicht nur, was die Anleger über die Märkte denken. Wir bieten auch einen Überblick, welche Aktien, Fonds und ETFs bei unseren Kunden im vergangenen Monat besonders gefragt waren – bei Einzelkäufen wie bei Sparplänen.