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Der Consorsbank Kundenseismograph 2. Quartal 2022

Pessimistischer Blick nach vorne

Zum Beginn des zweiten Quartals blickt mehr als die Hälfte der Kunden der Consorsbank negativ auf die künftige Wirtschaftsentwicklung. 49 Prozent der Investoren erwarten ein sinkendes, 10 Prozent gar ein stark sinkendes Wirtschaftswachstum in Deutschland. Für die Weltwirtschaftsleistung ergibt sich ein ähnliches Bild: 45 Prozent erwarten eine sinkende, 7 Prozent eine stark sinkende Wirtschaftsleistung. Der Pessimismus spiegelt sich auch in den Erwartungen an die Aktienmärkte wider. 39 Prozent gehen von sinkenden oder deutlich sinkenden Kursen in den kommenden 12 Monaten aus. Zu Beginn des ersten Quartals taten dies nur 20 Prozent. Für die weltweiten Aktienmärkte erwarten 32 Prozent fallende Kurse. Hier ist die Differenz zum Vorquartal etwas geringer. Da lag der Wert bei 28 Prozent.

Deutlich zugenommen hat im Quartalsvergleich auch die Gruppe derjenigen, die eine (stark) steigende Arbeitslosigkeit fürchten – nämlich um 16 Punkte auf 47 Prozent. Erstaunlich: So negativ der Ausblick auf Wirtschaft, Börsen und Arbeitslosigkeit auch ist, Auswirkungen auf ihr persönliches Einkommen erwartet die große Mehrheit der Consorsbank-Kunden nicht. Im Gegenteil: 86 Prozent gehen von einem konstanten oder steigenden Einkommen aus.

Die Erwartungen der Anleger

 Kundenseismorgraph Erwartungen der Anleger

Hinweis: Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Der Stimmungsindikator

Der Stimmungsindikator zeigt die Differenz der Anzahl der Investoren mit positivem und negativem Ausblick. Ein positiver Indikatorwert signalisiert demnach, dass mehr Investoren von einer steigenden oder deutlich steigenden Kennzahl ausgehen als von einer sinkenden. Bei allen Indikatoren zeigt sich eine heftige Eintrübung der Stimmung zum Vorquartal. Am kräftigsten ist der Abschwung bei der Einschätzung des Wirtschaftswachstums in Deutschland. Lediglich beim persönlichen Einkommen deutet sich eine Kehrtwende bei der Stimmung an. Angesichts der Erwartung einer weiter steigenden Inflation verwundert hier die Einschätzung der Anleger ein wenig. Möglicherweise kommen die Krisenauswirkungen bei diesem Indikator erst mit Verspätung an in der nächsten Umfragewelle.

Kundenseismograph Stimmungsindikator

Ein steigender Wert bei der Arbeitslosigkeit und bei den Inflationserwartungen ist im Gegenteil zu den anderen ermittelten Kennzahlen ein negatives Signal.

Der Kommentar

„Der Kundenseismograph zeigt zum Auftakt des 2. Quartals ganz deutlich, dass der Krieg in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf Deutschland und die gesamte Welt die Einschätzungen der Investoren stark erschüttern. Ein Einbruch im Wirtschaftswachstum scheint beinahe unvermeidlich und schürt Befürchtungen einer bald steigenden Arbeitslosigkeit. Auch der Blick auf den Aktienmarkt ist in dieser Zeit pessimistisch. Obwohl die Inflation in den letzten Monaten schon deutlich gestiegen ist, beobachten wir, dass die Teilnehmer von einer noch höheren Inflation ausgehen“, sagt Prof. Dr. Steffen Meyer, einer der Entwickler des Kundenseismographen*.

Das kauften unsere Kunden

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Wir zeigen Ihnen nicht nur, was die Anleger über die Märkte denken. Wir bieten auch einen Überblick, welche Aktien und Fonds bei unseren Kunden im vergangenen Monat besonders gefragt waren.