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Unter Strom

Alle reden von Tesla, doch was treibt die Branche der Elektroautos sonst noch an? Welche Trends gibt es, wer sind die Player? Was Traderinnen und Trader jetzt beachten müssen.

Veröffentlichung: Consorsbank 09.04.2021

Lesezeit: 5 Minuten

3 Facts

  • Deutsche Autobauer holen auf.
  • Batterietechnologie mit Innovationen.
  • Neue Zulieferer und Rohstoffe im Blickfeld.
Symbolbild Elektroautos

Der globale Markt für Elektroautos könnte einer Studie zufolge bis 2026 auf 700 Milliarden US-Dollar steigen.

Wie lange hält der Tesla-Boom noch an?

Anfang 2021 betrug Teslas Börsenwert kurzfristig 669 Milliarden US-Dollar, mehr als die Kurse der acht größten Autobauer weltweit zusammen. Doch weder die Fahrzeugverkäufe, noch der Umsatz oder auch der Gewinn, den Tesla ausweist, konnten bislang nur annähernd mit den Zahlen der klassischen Autobauer mithalten. Geld verdient Tesla vielfach mit dem Handel von CO2-Zertifikaten. Doch das soll sich ändern: Der Zertifikate-Handel soll künftig kein Teil der Geschäftstätigkeit sein. Und alleine in diesem Jahr will Tesla 750.000 Autos ausliefern. Es bleibt also spannend.

Das Tesla-Phänomen kann man natürlich nicht betrachten, ohne einen Blick auf Elon Musk zu werfen. Der CEO ist längst nicht mehr nur Wirtschaftsboss, sondern auch Pop-Star und Kultfigur mit starken Meinungen, die er gerne unters Volk bringt. Seine Kommentare auf Social-Media-Portalen sorgen immer wieder für heftige Ausschläge der Tesla-Aktie. Mitte 2020 twitterte Musk, dass auch er selbst den Kurs seines Unternehmens für zu hochhalte. Die Aktie fiel daraufhin um zwölf Prozent. Wer also in die Zukunft der Elektromobilität investieren will, sollte nicht nur die Geschäftszahlen im Auge behalten, sondern immer auch seinen Twitter-Feed.

Wie performen die traditionellen Hersteller?

Die Autohersteller überschlagen sich derzeit mit Versprechen, wie schnell sie Benziner und Diesel durch die Batterie ersetzen werden. Es ist aber nicht so, als hätten sie eine andere Wahl. Politische Vorgaben zu C02-Werten zwingen die Branche nach jahrelangem Zaudern jetzt zum schnellen Handeln. 2021 soll das Jahr der Wende werden, eine ganze Flut von Modellen ist in Vorbereitung oder schon am Start. Volkswagen hat im letzten Herbst den ID.3 auf den Markt gebracht, der mehr sein soll, als nur ein Auto. Genau wie Käfer und Golf, soll das neue Modell zu einem Klassiker werden. Die Tatsache, dass zumindest das Einsteigermodell kaum teurer ist als ein klassischer Verbrenner ist erfolgversprechend. Branchenkenner prophezeien VW jedenfalls schon bald die Marktführerschaft. Bis 2030 sollen in Europa 70 Prozent der VW-Verkäufe auf Elektroautos entfallen.

Bei Daimler machen rein- und teilelektrische Fahrzeuge inzwischen sieben Prozent vom Gesamtabsatz aus. Um diese Entwicklung weiter zu fördern, startet bald der kompakte EQA. BMW hatte dagegen mit der ersten Generation der i-Modelle zumindest kommerziell nicht den erwünschten Erfolg. Mit dem BMW iX3 starteten die Münchner aber soeben einen neuen Anlauf. Nun plant BMW eine Plattform-Karosserie eigens für Elektroautos und baut dafür ein neues Werk in Ungarn. Ab 2025 sollen dort bis zu 150.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band laufen.

  

   

  

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Tesla ist der Liebling der Börsianer. Ob die Firma langfristig erfolgreich wirtschaften kann, muss sie noch beweisen.

Welche Newcomer gibt es?

Neben Tesla und den Petrol-Platzhirschen gibt es natürlich noch eine ganze Reihe von hoffnungsvollen E-Auto-Start-ups. Die US-Unternehmen Lucid Motors, Canoo, Rivian oder Faraday Future werden seit kurzem an der Börse gehandelt oder planen ihren IPO noch für dieses Jahr. Und das, obwohl bislang kaum oder gar kein Umsatz gemacht wird – weshalb sie auch als hochspekulativ gelten. Denn nur weil man in einem Wachstumsmarkt mitmischt, bedeutet das noch lange keine Wachstumsgarantie. Als Negativbeispiel gilt das chinesische Start-up Beton, das einst als „Tesla Made in China“ bezeichnet wurde. Doch nach vier Jahren auf dem Markt ist noch immer kein einziges Auto ausgeliefert, sodass das Unternehmen kurz vor dem Aus steht.

Welche Zulieferer sollte man jetzt im Auge behalten?

Keine Autoindustrie ohne Zulieferer. Das gilt auch im Elektrozeitalter. Statt Katalysatoren fertigen sie nun aber Komponenten für Elektroantriebe. Genau wie ihre Kundschaft befinden sich die betroffenen Unternehmen noch in der Umstellungsphase. Continental will sich in Kürze von seiner Antriebssparte Vitesco trennen und diese in der zweiten Jahreshälfte an die Börse bringen. Konkurrent ZF kommt trotz eines hohen Verlusts im Jahr 2020 mit der Transformation zur Elektromobilität schneller voran als in der Branche erwartet.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche neue Batteriefertiger. Teilweise wird hier noch Grundlagenforschung betrieben. Das US-Unternehmen QuantumScape verspricht, eine neue Feststoffbatterie mit fabelhaften Eigenschaften entwickelt zu haben, die vor allem mehr Reichweite, kürzere Ladezeiten und eine längere Lebensdauer ermöglicht. VW hat inzwischen 200 Millionen Dollar in den Börsenneuling investiert und obwohl die QuantumScape-Aktie in den letzten Monaten heftig schwankte, lohnt es sich wohl, sie im Auge zu behalten.

Gibt es bald eine neue Rohstoffknappheit?

Das Zeitalter des Öls mag an seinem Ende stehen, was aber nicht bedeutet, dass es ganz ohne Rohstoffe geht. Auch die grüne Zukunft der Elektromobilität wird von natürlichen Ressourcen angetrieben. Für den Bau der Elektromotoren braucht es etwa Kupfer oder zahlreiche seltene Erden. Interessant sind natürlich vor allem Lithium und auch Nickel, die für die Batterien unverzichtbar sind. Also sind auch Minenbetreiber und Bergbauunternehmen nicht aus dem Elektroauto-Kosmos wegzudenken. Zu den interessanten Papieren gehören die Aktien der Weltmarktführer wie Albemarle, Sociedad Quimica Minera de Chile und Orocobre ebenso wie die des australischen Konzerns Rochiere. Nachdem die Branche aber bereits im zweiten Halbjahr 2020 starke Kursanstiege verzeichnete, sollte man eventuelle Rückschläge abwarten, bevor man langfristig investiert.

 

  

   

   

  

  

 

 

 

 

 

 

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