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DJ UPDATE/Deutsche Autohersteller verkaufen deutlich mehr in den USA



--Deutsche Hersteller erzielen rasante Zuwächse

--Kaufanreize erreichen Rekordwert

(NEU: Daimler, Einschätzung J.D. Power)

Von Jürgen Hesse und Patrick Thomas

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Automarkt in den USA hat sich im November wieder deutlich belebt. Experten führten dies auch auf sehr hohe Preisnachlässe der Hersteller zurück, die ihre teils hohen Lagerbestände mit älteren Modellen reduzieren wollen. Die Autokonzerne meldeten teils zweistellige Zuwachsraten ihrer Verkaufszahlen. Dabei schlugen sich die deutschen Anbieter wacker.

Volkswagen schaffte dank Golf und Tiguan ein Absatzplus von 9,1 Prozent auf 29.218 Fahrzeuge. Es sei der beste November seit 2016 gewesen, teilte der Autobauer mit. Auch Porsche zeigte sich mit dem Verkaufswachstum von 11,5 Prozent zufrieden. Audi erzielte im Berichtszeitraum in den USA sogar ein Plus von 20,7 Prozent.

Auch die beiden anderen Premiumhersteller konnten vergangenen Monat rasante Zuwächse erzielen: BMW steigerte den Absatz in den USA laut Mitteilung mit 10,2 Prozent deutlich. Daimler erzielte dank guter SUV-Verkäufe bei Mercedes-Benz ein Verkaufsplus von knapp 9 Prozent.

Der größte ausländische Hersteller in den USA, Toyota, sprach vom besten November jemals. Insgesamt steigerten die Japaner ihren Absatz um 9,2 Prozent. Dabei waren auf der einen Seite leichte Geländewagen (SUV) gefragt, Hybridfahrzeuge erlebten aber auch ein Absatzplus um über die Hälfte. Den besten November in der Firmengeschichte erzielte die Premiummarke Lexus, die ihre Verkäufe um knapp 14 Prozent steigerte.

Honda kam auf ein Verkaufsplus von 11,1 Prozent, Hyundai von 6 Prozent.

Basis der deutlichen Zuwächse vergangenen Monat waren teils rekordverdächtige Kaufanreize. Für November schätzte J.D. Power, dass der durchschnittliche Nachlass pro Auto etwa 4.538 US-Dollar erreichte, was einem Anstieg von mehr als 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der bisherige Höchststand lag den Experten zufolge bei 4.378 Dollar im Dezember 2017. "Die Anreize sind aktuell durch die Decke gegangen", sagte Tyson Jominy, Vice President of Data and Analytics bei J.D. Power.

Wie sich der Gesamtmarkt entwickelt hat, kann aus den Zahlen der ausländischen Autobauer in den USA noch nicht abgelesen werden. Die Marktführer Ford und GM legen ihre Absatzzahlen nur noch quartalsweise vor.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/jhe/ros/kla/mgo

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December 04, 2019 01:33 ET (06:33 GMT)

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Quelle:Dow Jones  04.12.2019 07:33


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