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DJ Opec senkt Prognose für Ölnachfrage 2019



Von David Hodari

LONDON (Dow Jones)--Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat ihre Wachstumsprognose für die Ölnachfrage 2019 zum zweiten Mal in drei Monaten herabgestuft. In seinem Monatsbericht verwies das Kartell auf die Unsicherheiten, die sich aus dem Handelsstreit zwischen den USA und China ergeben. Die Opec erwartet jetzt eine Verlangsamung des Anstiegs der globalen Ölnachfrage in diesem Jahr und reduzierte ihre Schätzung auf 1,1 Millionen Barrel pro Tag.

Diese Zahl liegt nur 40.000 Barrel pro Tag niedriger als zuvor, aber sie kommt zusammen mit ähnlichen Reduzierungen von anderen großen Ölinstituten, einem überraschenden Anstieg der US-Öllagerbestände und rezessiven Signalen wie einer inversen Zinskurve.

Die Opec senkte auch ihre Prognose für das Angebotswachstum 2019 und 2020 für die Länder außerhalb der Opec - eine Gruppe, zu der auch die USA gehören, die jetzt mit ihren Schieferöl ein Energieexporteur sind. Die hohe Produktion in den USA hat Bedenken hinsichtlich einer Angebotsschwemme ausgelöst.

Trotz der reduzierten Produktion aus dem Iran und Venezuela haben einige Analysten vorgeschlagen, dass die Opec ihre vereinbarte Kürzung entweder strenger durchsetzen oder sogar vertiefen muss, um die Preise zu stützen.

"Große Unsicherheiten bestehen nach wie vor", hieß es im Bericht in Bezug auf die Weltwirtschaft. Angesichts der Gefahr, dass die Handelsstreitigkeiten eskalierten, sei "das Abwärtsrisiko für das Weltwirtschaftswachstum dominant."

Die Ölpreise haben in diesem Monat bisher starke Schwankungen erlitten, wobei sowohl die Energy Information Administration als auch das American Petroleum Institute für die Saison ungewöhnlich hohe Lagerbestände inmitten der Sommerfahrsaison signalisierten.

Die jüngste Verkaufswelle auf den Ölmärkten hat dazu geführt, dass Saudi-Arabien erklärte, dass die Organisation weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Märkte in Betracht zieht, selbst nachdem die Opec und ihre Verbündeten im vergangenen Monat vereinbart hatten, die Produktionskürzungen in ihrem vierten Jahr zu verlängern, um die Preise zu stützen.

Während der Bericht der Opec keine offizielle Gesamtproduktionszahlen enthielt, zeigten einzelne nationale Zahlen, dass die saudi-arabische Produktion im Juli um 202.000 Barrel pro Tag zurückging. Die angolanische und venezolanische Produktion sank um 159.000 Barrel und 141.000 Barrel. Der einzige große Produktionsanstieg aus den Opec-Staaten kam aus Nigeria, dessen Produktion im Juli um 146.000 Barrel zulegte.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/apo/kla

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August 16, 2019 07:25 ET (11:25 GMT)

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Quelle:Dow Jones  16.08.2019 13:25


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