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DJ IPO/Bransons Virgin Galactic will an die Börse - Kreise



Von Maureen Farrell

LONDON (Dow Jones)--Virgin Galactic, Richard Bransons Weltraumtourismusprojekt, bereitet sich offenbar auf den Start als börsennotiertes Unternehmen vor. Die Social Capital Hedosophia Holdings Corp, eine Zweckgesellschaft (SPAC), plane, rund 800 Millionen US-Dollar in Virgin Galactic für eine Beteiligung von 49 Prozent zu investieren, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Im Rahmen des Deals mit Social Capital Hedosophia, einer börsennotierten Hülle, würde Virgin Galactic noch in diesem Jahr die erste börsennotierte Gesellschaft für bemannte Raumfahrt werden.

Virgin Galactic erwarte, dass sie auf diese Weise genügend Kapital für die Finanzierung ihrer Geschäfte erhalte, bis ihre Raumschiffe kommerziell betrieben werden können und einen Gewinn abwerfen. Bransons Firma liefert sich ein Wettrennen mit Unternehmen wie Blue Origin von Jeff Bezos oder Space Exploration Technologies Corp (SpaceX) von Elon Musk, die auch an Möglichkeiten arbeiten, Touristen ins All zu schicken.

Virgin Galactic hat vor Jahren mit billigen Raketen und verschiedenen anderen unkonventionellen Startsystemen das Interesse geweckt, Touristen und Kleinsatelliten ins All zu bringen. Experten halten es für das am schnellsten wachsende Segment im kommerziellen Bereich. Doch ein tödlicher Unfall im Dezember 2014 bremste das Unternehmen aus.

 
Weltraumreisewillige gehen mit 80 Millionen Dollar in Vorlage 
 

Dennoch haben rund 600 Menschen insgesamt etwa 80 Millionen Dollar ausgegeben, um sich Sitze in Fluggeräten zu sichern, von denen sie hoffen, dass sie in den nächsten Jahren die ersten Kunden in die Umlaufbahn bringen werden.

Virgin Galactic hat seit seiner Gründung im Jahr 2004 bereits mehr als 1 Milliarde Dollar eingesammelt, hauptsächlich von Branson.

Saudi-Arabiens Investitionsfonds hatte 2017 angekündigt, 1 Milliarde Dollar in das Unternehmen investieren zu wollen. Branson setzte diese Gespräche ein Jahr später nach der Ermordung von Jamal Khashoggi in einem saudischen Konsulat aus.

Daraufhin soll sich Chamath Palihapitiya, CEO der Venture-Capital-Firma Social Capital LP und einst leitender Angestellter bei Facebook, mit dem Milliardär und seinem Team getroffen und über eine mögliche Investition via SPAC, die 2017 ins Leben gerufen worden war, geredet haben, so die informierten Personen. Die Parteien hätten in diesem Jahr viel Zeit damit verbracht, die Details durchzuarbeiten, und die Manager von Virgin Galactic hätten sich kürzlich mit Investoren getroffen, um deren Interesse zu ermitteln, hieß es weiter.

Von den 800 Millionen Dollar sollen etwa 100 Millionen von Palihapitiya kommen. Er solle Chairman des Unternehmens werden.

SPACs haben in der Regel zwei Jahre Zeit, um das von ihnen aufgenommene Kapital zum Kauf eines Unternehmens zu verwenden und es an die Börse zu bringen. Social Capital Hedosophia wird seit September 2017 an der New Yorker Börse notiert und nähert sich dem Ende der für den Kauf einer Firma vorgesehenen Zeit. In einem boomenden IPO-Markt und angesichts des großen Interesses von Private-Equity-Firmen und anderen Unternehmen werden SPACs in Rekordgeschwindigkeit gebildet.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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July 09, 2019 02:10 ET (06:10 GMT)

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Quelle:Dow Jones  09.07.2019 08:10


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